Rekordverdächtig: Touareg zieht Boeing 747 / TDI-Power: Touareg V10 TDI nimmt 155-Tonnen-Jet an den Haken

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Wolfsburg (ots) –

„Wetten, dass ein Touareg V10 TDI eine Boing 747 ziehen kann?“
„Einen 155 Tonnen schweren Jet?“ „Nie!“ „Doch!“ Dieser verbale
Schlagabtausch zweier Volkswagen Mitarbeiter hatte Folgen: Einige
Monate später, am Donnerstag dieser Woche, spannte eine Volkswagen
Crew in der Tat einen Touareg V10 TDI der neuen Generation vor eine
747. Bestätigtes Ergebnis: Der Geländewagen schafft es locker. Der
Eingang erster Bestellungen von Flughafenbetreibern, die ihre bis zu
70 Tonnen schweren Vorfeld-Schlepper durch den deutlich günstigeren
Touareg ersetzen wollen, kann dagegen nicht bestätigt werden.

Die Aktion „Touareg zieht Boeing 747“ fand im englischen Dunsfold
Aerodrome, 40 Meilen vor den Toren Londons, statt. Ganz am Anfang
stand natürlich die durchaus ernst gemeinte Frage, wie leistungsfähig
Motor, Allradantrieb und die Karosserie eines modernen
Oberklasse-Geländewagen sind.

Von Haus aus ist der Touareg bereits das ideale Zugfahrzeug: 3.500
Kilo Anhänge- und 1.640 Achslast (hinten) sind Spitzenwerte. Wenn nun
aber statt 3,5 Tonnen Bootsanhänger mehr als 155 Tonnen Flugzeug –
bestehend aus 511 Quadratmetern Tragfläche, vier Triebwerken, 450
Sitzen und einem Rumpf von der Größe eines Häuserblocks – am Haken
hängt, sieht die Sache schon etwas anders aus. Sie will gut
vorbereitet sein.

Damit der Touareg V10 TDI den schweren Vogel ziehen konnte, musste
zuerst einmal das Gewicht des Volkswagen erhöht werden. Klingt
paradox, ist aber unumgänglich, damit die Motorkraft voll und ganz in
Vortriebskraft umgesetzt werden kann. Dazu wurden Stahlkugeln und
Stahlplatten im Geländewagen verteilt. Zusatzgewicht: 4.345 Kilo!
Gesamtgewicht des Touareg: 7.030 Kilo. Gewichtsverteilung: 2.755 Kilo
vorn, 4.275 Kilo hinten.

Die weiteren Modifikationen hielten sich in Grenzen. Beim
Achsantrieb wurde die etwas kürzere Übersetzung des Touareg V8 FSI
verbaut. Den Luftdruck der serienmäßigen Michelinreifen erhöhte die
Crew auf 4,5 bar. Und schließlich wurde die Höchstgeschwindigkeit
begrenzt – nicht aus Furcht vor dem Abheben des ungewöhnlichen
Gespanns, sondern zum Schutz der Reifen. Alles andere, vom Motor bis
über die Luftfederung und den Allradantrieb, entsprach komplett der
Serienversion.

Über eine Zusatzvorrichtung wurde die Boeing 747 dann an die
Anhängerkupplung des Touareg gekoppelt. Das Experiment konnte
beginnen. Auf der Basis des maximalen Drehmoments des V10 TDI (750
Newtonmeter) und der Getriebeübersetzung hatten die Ingenieure vorher
errechnet, dass der Touareg rund 200 Tonnen bewegen kann. Nur: Wer
traut schon seinen Berechnungen, wenn an einem 1,70 Meter hohen und
4,75 Meter langen Auto plötzlich ein 19,40 Meter hoher und mehr als
70 Meter langer Jet hängt? Niemand mehr. Besonders dann nicht, wenn
typisch englisches Wetter mit starkem Regen und Gegenwind über Auto
und Flugzeug hinwegpeitschen, als gäbe es kein Morgen.

Doch der Touareg erledigte den Job. Am Steuer: der Volkswagen
Techniker Uwe Krieghoff. Er startet den Motor. Über die
Allradantrieb-Steuerung auf der Mittelkonsole wählt er „LOW“ und
damit die Geländeuntersetzung. Jetzt fließen 50 Prozent der
Antriebskraft zur Vorder- und 50 Prozent zur Hinterachse. Uwe
Krieghoff wählt manuell den zweiten Gang der Automatik an, gibt
langsam Gas und denkt darüber nach, dass jetzt die 18 mannshohen
Räder der 155 Tonnen schweren 747 aus dem Stand ins Rollen gebracht
werden wollen. Genau in diesen wenigen Sekunden wird die größte
Zugkraft benötigt. Sobald das Gespann erst einmal fährt, fährt es.
Doch vorerst ist das einzige was sich regt, die Motordrehzahl.
Krieghoff drückt das Gaspedal weiter durch, bis zur Hälfte. Und ohne
auch nur den Hauch eines Traktionsproblems nimmt der Touareg und mit
ihm der Jumbo Jet Fahrt auf. Nach einer Strecke von 150 Metern bremst
Uwe Krieghoff das Gespann ab.

Ein Check des Touareg ergibt hinterher, dass keine Schäden am
Wagen aufgetreten sind. Alles im grünen Bereich.

Die neue Generation des Touareg kann jetzt übrigens bestellt
werden. Serienmäßig ist der Geländewagen unter anderem mit einem ESP
plus Gespannstabilisierung ausgestattet. Es verhindert ausgesprochen
wirkungsvoll, dass sich Anhänger bei falscher Beladung oder zu hoher
Geschwindigkeit gefährlich aufschaukeln. Beim Test mit der 747 musste
das System nicht eingreifen – die Geschwindigkeit betrug acht km/h.

Hinweis: Diesen Text finden Sie in unserer Pressedatenbank:
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Pressekontakt:
Volkswagen Kommunikation
Produktkommunikation
Kontakt: Jörg Walz
Telefon: 0 53 61 / 9-8 75 73
Telefax: 0 53 61 / 9-2 19 52
E-Mail: joerg.walz@volkswagen.de

Quelle: news aktuell GmbH

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