Betriebsversammlung in Wolfsburg – Bernhard bittet Beschäftigte um Unterstützung / „Wir müssen wettbewerbsfähiger werden“

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Wolfsburg (ots) – Bei der Betriebsversammlung im Volkswagen Werk
Wolfsburg hat der Vorstandsvorsitzende der Marke Volkswagen, Dr.
Wolfgang Bernhard, die Beschäftigten eindringlich um Unterstützung
bei der Restrukturierung des Unternehmens gebeten. „Wir bauen tolle
Autos. Bei den Kosten sind wir aber noch weit von unseren Zielen
entfernt“, sagte Bernhard am Donnerstag vor über 18.000 Volkswagen
Mitarbeitern. „Ziehen Sie mit uns an einem Strang. Helfen Sie mit,
diesen Standort wieder fit zu machen, damit Ihre Arbeitsplätze sicher
sind“, appellierte Bernhard. „Das Werk Wolfsburg muss von der
Ersatzbank in den Sturm wechseln.“

Weil die westdeutschen Werke einen dreistelligen Millionenverlust
machten, sei der Bau von wettbewerbsfähigen Autos und Komponenten
dort unter den heutigen Bedingungen teilweise nicht mehr möglich. Die
Arbeitskosten in Wolfsburg lägen mehr als ein Drittel über denen in
anderen deutschen Automobilwerken.

Bernhard verwies auf die bereits erreichten Einsparungen bei den
Materialkosten, auf die Verbesserungen in der Produktion und die
Reduzierung der Grundkosten in allen Unternehmensbereichen. „Jetzt
müssen wir auch die Arbeitskosten wettbewerbsfähig machen. Wenn wir
das schaffen, lassen sich Autos auch in Wolfsburg zu
wettbewerbsfähigen Kosten produzieren“, sagte der Markenchef vor der
Belegschaft. „Sichere Arbeitsplätze kommen von Wettbewerbsfähigkeit.
Wettbewerbsfähigkeit sichert man am besten, indem man an Qualität,
Kosten und einer starken Vertriebsleistung offensiv und intensiv
mitarbeitet. Das gilt nicht nur für die direkten, sondern vor allem
auch für die indirekten Bereiche.“

Volkswagen Mitarbeiter bekämen für 28,8 und 30 Stunden
Wochenarbeitszeit dasselbe Entgelt wie andere Automobilbeschäftigte
für 35 Stunden. „Unter solchen Bedingungen kann auf längere Sicht in
Deutschland niemand Autos bauen. Wir wollen den Golf auch künftig in
Wolfsburg fertigen, aber nur, wenn das Unternehmen nicht bei jedem
verkauften Auto drauf legt. Deshalb müssen neben vielen anderen
Punkten auch die Arbeitskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau
gebracht werden“, sagte Bernhard. Trotz der ernsten Situation solle
künftig kein Mitarbeiter weniger Jahreseinkommen in der Tasche haben.
Die 35-Stunden-Woche solle zudem nur schrittweise dann eingeführt
werden, wenn auch tatsächlich genug Aufträge für die verlängerte
Arbeitszeit vorliegen.

Mit neuen Modellen, erhöhter Produktivität, niedrigeren
Produktionskosten und ausgelasteten Werken werde es gelingen,
Volkswagen nachhaltig zukunftsfähig zu machen, erklärte Bernhard.
Dazu gehöre auch, einen einheitlichen Haustarifvertrag für
Volkswagen, Auto 5000, Auto Vision und weitere Tochterunternehmen zu
entwickeln. „Dadurch bekommen wir die Flexibilität, die wir im
modernen Automobilbau brauchen, der in einem unerbittlichen
internationalen Wettbewerb steht.“

Pressekontakt:
Volkswagen Konzernkommunikation
Cord Dreyer
Konzernsprecher
Telefon: +49 53 61 / 9-3 75 83
Telefax: +49 53 61 / 9-7 64 29
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Christine Kuhlmeyer
Sprecherin Produktion, Beschaffung und Werke
Telefon: +49 53 61 / 9-8 62 67
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E-mail: christine.kuhlmeyer@volkswagen.de
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Quelle: news aktuell GmbH

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