Technologien der Zukunft revolutionieren die aktive Sicherheit

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Wolfsburg (ots) –

– Volkswagen Konzernforschung zeigt Fahrerassistenzsysteme von
morgen

– Das „vorausschauende Auto“ wird dazu beitragen, schwere Unfälle
zu vermeiden

Innovativen Fahrerassistenzsystemen gehört die Zukunft.
Ähnlich spektakulär wie das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP),
werden sie über kurz oder lang die aktive Sicherheit
revolutionieren. Matthias Rabe, Leiter Konzernforschung der
Volkswagen AG: „Untersuchungen der Volkswagen Unfallforschung
zeigen, dass das Schleuderrisiko durch ESP um bis zu 80 Prozent
verringert werden kann.“ Genau hier setzen die neuen Systeme an: Es
gilt fortan verstärkt, mittels Regelsystemen wie einer Automatischen
Notbremse (ANB) oder der Aufmerksamkeitskontrolle (AMK) kontra
Sekundenschlaf gezielt Unfälle zu vermeiden. Anhand von neun dieser
künftigen Systeme zeigt die Volkswagen AG jetzt erstmals, wie die
Vision vom unfallvermeidenden Auto in naher Zukunft Realität wird.

Die Fahrerassistenzsysteme von morgen:

Abgestimmt auf bereits im Serieneinsatz vorhandene Lösungen wird
zur Zeit das System der Automatischen Notbremse (ANB) entwickelt.
Fahrzeuge mit diesem System verfügen über den aus der Automatischen
Distanz-Regelung bekannten Abstandsradarsensor. Er liefert
Informationen zur Entfernung von vorausfahrenden Fahrzeugen und
Hindernissen. Kommt die ANB zu dem Ergebnis, dass durch Bremseingriff
die Folgen eines bevor-stehenden Unfalls vermindert werden können,
löst sie eine Vollbremsung aus und reduziert somit die Schwere des
Unfalls.

Nach einer Analyse der Volkswagen Unfallforschung sind 18 Prozent
aller Unfälle darauf zurückzuführen, dass der Fahrer von der Straße
abkommt. Um dem entgegenzuwirken, hat die Volkswagen
Konzernforschung ein bereits seriennahes System entwickelt: das
Lane Departure Warning (LDW). Dieses Assistenzsystem erkennt bei
vorhandenen Fahr-bahnbegrenzungslinien durch im Fahrzeug integrierte
Kameras die Position innerhalb einer Fahrspur. Weicht der Wagen von
der Ideallinie zu stark ab, warnt das System den Fahrer vor dem
Verlassen der Straße.

Eine Kamera im Cockpit, die den Lidschlag des Fahrers überwacht,
wird künftig Leben retten. Hintergrund: Bis zu 25 Prozent der
tödlichen Unfälle im Straßenverkehr sind auf Müdigkeit
zurückzuführen. Das von der Volkswagen Konzernforschung entwickelte
System der Aufmerksamkeitskontrolle (AMK) will die Gefahr der
Unaufmerksamkeit eliminieren. Eine Kamera erfasst permanent die
Lidschlagdauer und -frequenz. Der Fahrer wird bei der Gefahr der
Übermüdung frühzeitig auf eine zwingend notwendige Ruhepause
hingewiesen.

Tempolimits und deren Aufhebungen wechseln oftmals und ohne
Eindeutigkeit. Die von der Volkswagen Konzernforschung entwickelte
Verkehrszeichenanzeige (VZA) wird hier eine neue Komfort- und
Sicherheitsqualität bieten: Mittels des Systems werden die aktuellen
Hinweise entlang der Autobahnen digital im Fahrzeugcockpit
angezeigt.

Die bereits im Volkswagen Phaeton und Audi A8 eingesetzte
Automatische Distanz-Regelung (ADR) setzt dort an, wo die
Geschwindigkeitsregelanlage das Handeln des Fahrers erfordert. Die
nächste Generation ADR+F2S (F2S = Follow to Stop) kann das Fahrzeug,
falls erforderlich, automatisch hinter einem vorausfahrenden Auto
bis zum völligen Stillstand bringen. Darüber hinaus ist eine
Kollisionswarnung, das Bremsen vor einem stehenden Hindernis, die
vorausschauende Kurvenerkennung und das leichte Abbremsen vor Kurven
möglich.

Die Aufgabe des Integralen Fahrdynamikreglers (IFDR) ist es, alle
aktiven Komponenten (Antrieb, Bremse, Lenkung, Fahrwerk) in jeder
Situation integral zu regeln. Der revolutionäre Fortschritt zu
heutigen primär im Grenzbereich aktiven Fahrstabilitätsregelsystemen
liegt hierbei in der kontinuierlichen Optimierung und einfach zu
realisierenden Individualisierung des Fahrverhaltens. Der Handling-
und Komfortcharakter des Fahrwerks kann dabei mittels Knopfdruck,
gesteuert über eine Software, von sportlich bis komfortabel variiert
werden.

Mit dem von der Volkswagen Konzernforschung entwickelten System
kann der Autofahrer sowohl assistiert (Assistiertes Einparken) wie
auch automatisch (Automatisches Einparken) in Parklücken
hineinfahren. Im Vorbeifahren werden die Dimensionen der Parklücke
sowie mögliche Hindernisse erfasst. Nach dem Auswerten der
Sensordaten berechnet das System automatisch den idealen Weg zum
Parken des Autos. Im Folgenden startet der Fahrer per Knopfdruck die
Einparkassistenz; das Auto fädelt im Rückwärtsgang in die Parkfläche
ein.

Bei dem Projekt der Umfeldwahrnehmung geht es darum, das komplette
Fahrzeugumfeld (360 Grad) unter Einbindung aller Sensordaten zu
einem ganzheitlichen Umfeldmodell zusammenzufügen. Die generierten
Daten dienen dazu, die Verkehrsumgebung und die augenblickliche
Situation so zu erfassen, dass darauf aufbauende Fahrerassistenz-
systeme Gefahren (z.B. toter Winkel beim Einfädeln auf die Autobahn)
erkennen können.

Zum Bereich der Umfeldwahrnehmung gehört ein weiteres System, das
eingebunden, aber auch autark genutzt werden kann: die Enhanced
Night Vision. Hierbei handelt es sich um eine infrarotgestützte
Einheit zur Erkennung von Fußgängern oder möglichen Gefahrenquellen.
Ziel ist die Erkennung von Fußgängern und deren Position bzw.
Entfernung zum Fahrzeug, um dem Fahrer so einen Hinweis auf deren
Gefährdung mitzuteilen.

ots Originaltext: Volkswagen
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Volkswagen Kommunikation
Ansprechpartner:
Harthmuth Hoffmann
Telefon: +49 (0) 5361-92 86 99
Telefax: +49 (0) 5361-92 67 68

Quelle: news aktuell GmbH

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