Mit Leichtbau neue Potenziale erschließen

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Wolfsburg (ots) –

– Moderne Werkstoffe und intelligente Technologien bei Volkswagen
– Aktuelle Entwicklungsprojekte profitieren von Leichtbaustrategie

Forschung und Entwicklung bei Volkswagen setzen bei der
Automobilherstellung verstärkt auf neuartige Werkstoffe und
Bauweisen. Insbesondere der Leichtbautechnik messen die
Konzernexperten eine entscheidende Bedeutung für zukünftige
Fahrzeugkonzepte bei.

Das Automobil der Zukunft muss nicht nur zahlreichen
gesetzgeberischen Rahmenbedingungen genügen, sondern auch die
wachsenden gesellschaftlichen Erwartungen in Hinblick auf
Energieeffizienz, Kraftstoffverbrauch, Klimaschutz, Sicherheit und
Komfort erfüllen. Eine besondere technologische Herausforderung ist
dabei die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-
Emissionen.

Volkswagen hat mit seinen bisherigen Arbeiten zu Niedrigverbrauch-
Fahrzeugen wie etwa dem 1999 in den Markt gebrachten Drei-Liter-Lupo
seine Kompetenz auf dem Gebiet fortschrittlicher Antriebs- und
Fahrzeugtechnologien bewiesen. Mit dem Ein-Liter-Auto ging Volkswagen
im April 2002 noch einen Schritt weiter und konnte zeigen, wie durch
den Einsatz innovativer Werkstoffe wie Aluminium, Magnesium oder
kohlefaserverstärkter Kunststoffe (CFK) in Verbindung mit neuen
Bauweisen das Fahrzeuggewicht deutlich gesenkt werden kann.

Mit neuen Werkstoffen allein lässt sich eine Gewichtsreduzierung
zu akzeptablen Kostenbedingungen nicht verwirklichen. Im
konzeptionellen Leichtbau setzt Volkswagen daher auf eine
intelligente Kombination von Bauweisen, Werkstoffauswahl und
Herstellungsverfahren. Im Konzern stehen unterschiedliche
Technologien wie der Einsatz formgehärteter Bleche, das Fügen von
nichtrostenden Stählen und Leichtmetallguss zur Verfügung, außerdem
innovative Werkstoffe wie Hochleistungskunststoffe oder Aluminium-
bzw. Magnesium-Legierungen.

Die Erfahrungen aus Karosserieleichtbau und Fügetechniken fließen
auch in aktuelle Entwicklungsprojekte ein, um diese Technologien
kostengünstig in Serienanwendungen umzusetzen. Beispiele hierfür
finden sich im neuen Golf: Hier wird ein Getriebegehäuse aus
Magnesium eingesetzt, das rund 25 Prozent weniger wiegt als die
ebenfalls schon leichte Aluminium-Ausführung. Am Einsatz von
Magnesium-Legierungen im Motorblock wird im Konzern bereits intensiv
gearbeitet. Und auch Stahl, der Klassiker im Fahrzeugbau, lässt sich
in Leichtbaukonzepte integrieren. So wurden höchstfeste,
warmumgeformte Stahlgüten bei der B-Säule des neuen Golf verwendet.
Dazu wurden Verbindungstechniken wie das Laserschweißen
konzeptbedingt weiterentwickelt.

Reibung und Verschleiß verursachen zusätzliche Kosten durch
erhöhten Energieaufwand und Kraftstoffverbrauch, durch
Instandhaltung, Ersatzteile und Ausfallzeiten. Umweltschonende
Systemlösungen mittels ausgewählter „tribologische Schichten“
ermöglichen eine Reduzierung von Reibung und Verschleiß, senken den
Kraftstoffverbrauch und verlängern die Lebensdauer von Bauteilen.
Dabei werden für hochbelastete mechanische Bauteile hauchdünne
diamant-ähnliche Kohlenstoffschichten (diamond-like carbon, DLC)
eingesetzt um Verschleißbeanspruchungen auch unter schwierigen
Schmierungsverhältnissen sicherzustellen. Die Entwicklung moderner
Hochdruckeinspritzsysteme im Automobilbau wie etwa des
Turbo-Dieselmotors mit Pumpe-Düse-Technologie ist durch diese Art der
Beschichtungen erst ermöglicht worden.

Besonderes Augenmerk legen die Entwickler bei Volkswagen auf
Wirtschaftlichkeit und vielseitige Anwendbarkeit neuartiger
Verfahren. Denn die Akzeptanz neuer Werkstoffe hängt insbesondere von
der Verfügbarkeit kostengünstiger und prozesssicherer
Fertigungstechnologien ab. Diese müssen nicht nur den Raum- und
Sicherheitsvorgaben moderner Fahrzeugkarosserien entsprechen, sondern
auch ökologischen Forderungen wie Energieeffizienz und
Recyclingfähigkeit genügen.

Volkswagen wird künftig noch differenzierter individuelle
Kundenanforderungen erfüllen: Die Roadster-Studie „concept R“ zeigt
die Richtung. Und Nischenfahrzeuge und Derivate werden verstärkt von
modernen Bauweisen mit Leichtbaumaterialien profitieren.

ots Originaltext: Volkswagen AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Volkswagen Kommunikation
Ansprechpartner: Hans-Gerd Bode
Telefon: +49 (0) 53 61 – 92 69 22
Telefax: +49 (0) 53 61 – 92 19 52

Quelle: news aktuell GmbH

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