SKODA produziert elfmillionsten Motor

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SKODA produziert elfmillionsten Motor

Quelle: obs/Skoda Auto Deutschland GmbH

Mlada Boleslav/Weiterstadt (ots) –

– 114 Jahre SKODA Kompetenz in der Aggregate-Entwicklung und -Produktion – Erste SKODA Aggregate waren 1899 zwei Einzylinder-Motoren für Motorräder – Neues Motoren-Testzentrum in Cesana stärkt technologische Kompetenz der Marke – 3.600 SKODA Mitarbeiter fertigen in Mlada Boleslav täglich bis zu 4.400 Benzinmotoren der Baureihen EA211 und EA111

SKODA hat heute den elfmillionsten Motor seiner Unternehmensgeschichte produziert – ein 1,4 TSI Aggregat der Baureihe EA211. Seit dem Jahr 1899 werden in Mlada Boleslav Aggregate gefertigt – zunächst für Motorräder, ab 1905 für Automobile. Aktuell laufen im SKODA Stammwerk moderne 1,2l- und 1,4l-Varianten der Motorenbaureihen EA211 und EA111 vom Band. Rund 3.600 Beschäftigte fertigen täglich bis zu 4.400 Einheiten. Sein Know-how bei der Motor-Entwicklung und -Fertigung wird der tschechische Autohersteller weiter ausbauen.

„SKODA ist einer der traditionsreichsten Motorenentwickler und -produzenten der Automobilindustrie“, sagt der SKODA Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland. „Die Zahl von elf Millionen produzierten Aggregaten seit 1899 steht für mittlerweile 114 Jahre tschechische Ingenieurskunst bei der Entwicklung und Produktion von Motoren. Dieses Know-how werden wir im Rahmen der SKODA Wachstumsstrategie weiter stärken“, so Vahland.

Der Jubiläumsmotor ist ein 1,4 TSI-Aggregat der Baureihe EA211. Seit Ende 2012 fertigt der tschechische Hersteller moderne 1,2- und 1,4 TSI-Varianten dieser im Volkswagen Konzern zum Einsatz kommenden Motorenbaureihe. Die modernen direkteinspritzenden Benziner sind für Modelle der Marken SKODA, Audi, Seat und VW bestimmt. „Der Bau von Motoren aus der Baureihe EA211 stärkt unsere Fertigungsbasis in Tschechien und unterstreicht die wichtige Rolle der SKODA Produktion innerhalb des Volkswagen Konzerns“, sagt Michael Oeljeklaus, SKODA Vorstand Produktion und Logistik. Die TSI-Vierventil-Vierzylinder setzen neue Standards in Sachen Energieeffizienz, Leichtbau und Durchzugskraft. Außerdem fertigen die Tschechen aktuell Motoren der Baureihe EA111.

Im Rahmen der SKODA Wachstumsstrategie will der Hersteller seine Motoren-Kompetenz weiter ausbauen. Dazu dient unter anderem die Errichtung eines neuen Powertrain-Zentrums im SKODA Entwicklungszentrum in Cesana, nahe dem Unternehmenshauptsitz in Mlada Boleslav. In dieser Maßnahme investiert der Autobauer über 34 Millionen Euro – die größte Investition, die zurzeit in der Tschechischen Republik im Bereich Entwicklung getätigt wird. Das neue Zentrum wird im Kern über 15 Motorprüfstände mit Leistungen von 250 bis 400 kW verfügen. Im Hinblick auf die wachsenden Anforderungen beim globalen Einsatz von Motoren wird es dort möglich sein, Aggregate für die unterschiedlichsten Märkte weltweit zu entwickeln.

Der Motorenbau begann bei dem tschechischen Autohersteller im Jahr 1899 – vier Jahre nach dem Start ihres zunächst mit dem Bau von Fahrrädern beschäftigten Unternehmens – statteten die Gründungsväter Vaclav Laurin und Vaclav Klement erstmals ein Fahrrad mit Hilfsmotor aus: die sogenannte Motocyclette. Für den Antrieb des zweirädrigen Gefährts kamen wahlweise Einzylinder-Motoren mit 1,25 und 1,75 PS zum Einsatz. Das Fahrzeug erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h. Das war die Geburtsstunde des automobilen Motorenbaus am Stammsitz des Unternehmens in Mlada Boleslav.

Der Start der Motorisierung legte den Grundstein für eines der traditionsreichsten Fahrzeugunternehmen der Welt. Im Jahr 1905 entwickelten Laurin und Klement unter dem Namen ‚Voiturette A‘ (französisch: Wägelchen, kleines Auto) das erste Automobil des Unternehmens – angetrieben von einem wassergekühlten, 7 PS starken Zweizylinder-Motor mit einem Hubraum von 1.100 cm3. Die Motorleistung wurde je nach Version mittels Kette oder Kardanwelle auf die Hinterräder übertragen. Weiterer Motoren-Meilenstein in den Anfangsjahren war der Bau eines der ersten Achtzylinder der Welt im Jahr 1908. Im Jahr 1924 liefen bei Laurin und Klement sogar Flugzeugmotoren vom Band.

Auch nach der Fusion mit den SKODA Werken im Jahr 1925 spielte die Entwicklung von Motoren unverändert eine große Rolle. In den 1930er-Jahren machte SKODA unter anderem auch mit leistungsfähigen Rennwagen von sich reden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der erste Heckmotor im Jahr 1964 ein zentraler Entwicklungsschritt. 1987 erfolgte die Rückkehr zum vorn eingebauten Motor. Den entscheidenden Impuls zur modernen Aggregate-Fertigung gab im Jahr 1991 die Verbindung mit dem Volkswagen Konzern.

Meilensteine der SKODA Motorenfertigung:

1899: Laurin & Klement präsentieren ein Fahrrad mit Hilfsmotor, die sogenannte Motocyclette. Das Motorrad erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h.

1905: Unter dem Namen ‚Voiturette A‘ (französisch: Wägelchen, kleines Auto) präsentiert L&K das erste Automobil des Unternehmens. Als Motor kommt ein wassergekühlter, 7 PS starker Zweizylinder-Motor mit einem Hubraum von 1.100 cm3 zum Einsatz. Die Motorleistung wird je nach Version mittels Kette oder Kardanwelle auf die Hinterräder übertragen. Auch Motorräder werden weiter erfolgreich gebaut. 19 verschiedene Typen mit Ein- und Zweizylindermotoren sowie die Vierzylindermaschine CCCC 5HP verlassen die Fabrik. L&K Werksrennfahrer Vaclav Vondøch gewinnt mit einer 2-Zylinder Rennmaschine das erste offiziell als Motorrad-Weltmeisterschaft bezeichnete Rennen ‚Coupe International‘ in Dourdan, Frankreich.

1908: Der Motor FF – aus zwei Vierzylindern des Modells F zusammengebaut, ist einer der ersten Achtzylinder-Motoren der Welt. Der Hubraum beträgt 4.900 cm3.

1924: Auf Wunsch der damaligen tschechoslowakischen Regierung nimmt L&K den Bau von Flugzeugmotoren auf. Die Lizenz für den Zwölfzylinder-Motor 12 CC stammt vom französischen Hersteller Lorraine-Dietrich.

1925: Zusammenschluss mit den SKODA Werken in Pilsen, dem damals größten tschechischen Unternehmen.

1931: Mit dem Modell 633 baut SKODA einen der besten kleinen Sechszylinder jener Zeit.

1933: Motorsport: Drei Sechszylinder SKODA Rennwagen starten bei der tschechischen „Mille Miglia“. Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Motoren überzeugen.

1936: Mit dem Popular Sport ‚Monte Carlo‘ erringt SKODA Platz zwei bei der Rallye Monte Carlo.

1964: Premiere für den Heckmotor: Der Ein-Liter-Motor kommt im SKODA 1000 MB zum Einsatz und ist das modernste Aggregat seiner Klasse. Der Motor wird im patentierten Alu-Druckgussverfahren hergestellt.

1987: Ende der Heckmotor-Ära bei SKODA: Der neue SKODA Favorit ist ein moderner Kompaktwagen mit vorn eingebautem Motor.

1991: Zusammenschluss mit dem Volkswagen-Konzern.

1997: SKODA liefert den ersten Motor an den Volkswagen Konzern: den Benziner 1,0 l mit 37 kW.

2001: Produktionsstart der Motoren 1,2 HTP (EA111)

2009: Produktionsstart des Aggregats 1,2 TSI (EA111)

2012: Spatenstich für den Bau eines neuen Aggregate-Prüfzentrums in Cesana. Produktionsstart der neuen Aggregate 1,2 TSI und 1,4 TSI (Motorengeneration EA211).

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen: Karel Müller Telefon: 06150-133 115 karel.mueller@skoda-auto.de

Quelle: news aktuell GmbH

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