Aktuelle Tipps zur Kfz-Versicherung

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Für so manchen Autofahrer dürfte das kommende Jahr 2012 eher unerfreuliche Nachrichten bereithalten. Dabei geht es nicht so sehr um die aktuell hohen Benzin- und Dieselpreise, die selbst auf dem politischen Parkett immer mehr zu einem Aufreger werden. Vielmehr dürften die Beitragsanpassungen der Autoversicherer für Stirnrunzeln sorgen.

Experten gehen davon aus, dass nach Jahren eines ruinösen Preiskampfes die Versicherungsgesellschaften wieder an der Preisschraube drehen werden. Während Neukunden in diesem Zusammenhang noch glimpflich davonkommen dürften, wird es eher für Bestandskunden eng. Hier rechnen Branchenkenner sogar mit zweistelligen Zuwachsraten.

Versicherungswechsel: Drum prüfe, wer sich bindet

Es gibt also Gründe, die für einen Wechsel der Kfz-Versicherung sprechen. Und nicht ohne Grund rührt so mancher Versicherer im November wieder kräftig die Werbetrommel. Aus Sicht der Experten kann sich der Versicherungswechsel lohnen – aber nur, wenn im Vorfeld mehr als der Beitrag eine Rolle gespielt hat.

Die Kosten für eine Kfz-Versicherung lassen sich nicht nur in der monatlichen Prämie messen. Wer sich von niedrigen Beiträgen zum Wechseln hat animieren lassen, ohne die Leistungen im Detail zu prüfen, muss sich über Ärger im Schadensfall nicht wundern. Ein Beispiel: Wer den Rabattretter für wenige Euro Beitragsersparnis hergegeben hat, zahlt nach einem Unfall durch die Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt mitunter kräftig drauf.

Und auch die Neuwertversicherung, auf welche die neue Kfz-Versicherung verzichtet, wäre bei einem Totalschaden bares Geld wert gewesen. Schließlich ist der Wertverlust in den ersten Monaten nach dem Kauf eines Neuwagens erheblich. Allein diese beiden Beispiele zeigen, welche Bedeutung das „Kleingedruckte“ in der Kfz-Versicherung hat.

Neue Schadenfreiheitsklassen – hinschauen lohnt sich

Parallel zu den geplanten Beitragsanpassungen ändern einige Versicherer ihre Schadenfreiheitsklassen und stufen Neukunden mit einem vermeintlich besseren Rabatt ein. An dieser Stelle warnen Experten vor überstürzten Schritten. Ist mit dem neuen System auch der Grundbeitrag gestiegen, besteht die Gefahr, dass der Vorteil neuer Schadenfreiheitsklassen de facto gleich 0 ist – der tatsächliche Beitrag, gemessen in Euro, also gleich bleibt.

Fazit: Ein Wechsel der Kfz-Versicherung kann Geld sparen, allerdings nur dann, wenn Autofahrer wissen, auf was sie sich einlassen. Und wer die Kündigungsfrist zum 30. November verpasst, kann vielleicht doch noch wechseln – durch das Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen.

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