SKODA überträgt technische Innovationen aus dem Motorsport seit jeher auf seine Serienfahrzeuge

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SKODA überträgt technische Innovationen aus dem Motorsport seit jeher auf seine Serienfahrzeuge

Quelle: obs/Skoda Auto Deutschland GmbH

SKODA überträgt technische Innovationen aus dem Motorsport seit jeher auf seine Serienfahrzeuge

Quelle: obs/Skoda Auto Deutschland GmbH

Mladá Boleslav (ots) – – Der Motorsport dient traditionell auch der Entwicklung neuer Technologien für Serienfahrzeuge

– Allradantrieb, Turbolader, Direkteinspritzung und ‚Downsizing‘ beweisen ihre Zuverlässigkeit in den Rennfahrzeugen von SKODA ebenso wie in den Serienmodellen

Der Motorsport und insbesondere der Rallye-Sport spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung technischer Innovationen, die anschließend Eingang in die Serienmodelle finden. Auch bei SKODA sorgen der Allradantrieb oder kraftvolle, effiziente Turbomotoren nicht nur für Schnelligkeit auf den Wertungsprüfungen der Rallye-Wettbewerbe, sondern verrichten auch in Serienfahrzeugen des Herstellers ihren Dienst.

Christian Strube, SKODA AUTO Vorstand für Technische Entwicklung, betont: Eine enge und gute Zusammenarbeit zwischen den Motorsportingenieuren und den Kollegen aus dem Bereich Technische Entwicklung ist für uns von großer Bedeutung. Diese Kooperation ist geprägt von höchster technischer Kompetenz, großem Engagement und der Freude an der Technik. Diese Begeisterung und unsere Erkenntnisse aus dem Motorsport übertragen wir von der Rallye-Piste auf die Straße in unsere Serienmodelle.“

So besteht ein SKODA FABIA Rally2 evo aus insgesamt rund 3.000 Komponenten – rund 40 Prozent davon kommen in nahezu identischer Form auch in Serienfahrzeugen zum Einsatz, darunter etwa der Motorblock. Während der oftmals parallel verlaufenden Entwicklung von FABIA-Serienmodell und Rallye-Fahrzeug teilen die Ingenieure von SKODA Motorsport die bei Testfahrten gesammelten Eindrücke mit ihren Kollegen in der Entwicklungsabteilung von SKODA in Mladá Boleslav. Auf diese Weise haben bereits mehrfach neue Erkenntnisse unmittelbar Eingang in die Entwicklung des Serienmodells gefunden – so wurde beispielsweise die Position der Scheinwerfer im FABIA-Serienmodell von der Motorsportversion beeinflusst.

Die oberste Motorsportbehörde FIA hat für Rally2-Fahrzeuge wie den SKODA FABIA Rally2 evo festgelegt, dass eine vorgeschriebene Anzahl an Teilen und Komponenten aus der Serienproduktion stammen muss. Ziel ist es, diese Kategorie dadurch auch für Privatfahrer preislich attraktiv zu halten. Der maximale Verkaufspreis von Fahrzeugen dieser Klasse liegt deswegen bei 200.000 Euro und ein SKODA FABIA Rally2 evo besteht daher aus FIA-reglementierten Komponenten, speziellen Motorsportbauteilen, Originalteilen und modifizierten Serienkomponenten.

Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung sorgen für mehr Leistung und Effizienz

Die Entwicklung im Motorsport hat die heutige Turbotechnologie stark vorangetrieben. Zusammen mit der Benzindirekteinspritzung und dem sogenannten ‚Downsizing‘ der Motoren – dem Trend zu weniger Zylindern und geringerem Hubraum – spielen moderne Turbolader eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, größtmögliche Effizienz zu erzielen. Motoren mit vergleichsweise geringem Hubraum verfügen dank eines Turboladers trotzdem über hohe Leistung und ein hohes Drehmoment bei gleichzeitig geringem Kraftstoffverbrauch. Der Erfolg der TSI-Motorentechnologie ist ein Beispiel dafür, sie hat in der gesamten SKODA Modellpalette Einzug gehalten.

Allerdings ist der Technologietransfer zwischen dem Motorsport und der Serienproduktion keine Einbahnstraße – er funktioniert in beide Richtungen. Das Aggregat des SKODA FABIA Rally2 ist ‚made in Mladá Boleslav‘ und wurde parallel zum Serienmotor entwickelt. Der 1,6-Liter-Turbomotor des SKODA FABIA Rally2 evo basiert auf dem 1,8-Liter-Aggregat, das im Serienmodell des SKODA SUPERB für den chinesischen Markt Verwendung findet. Der Vierzylinder wird in Shanghai in Kooperation mit dem Joint-Venture-Partner SAIC hergestellt. 70 Prozent der Motorenbauteile, darunter Turbolader, Lüfter und Lichtmaschine stammen aus der Serienproduktion.

Gemäß den Regularien der FIA, die als Basis ein Serienaggregat vorschreibt, wurde der Hubraum von ursprünglich 1,8 auf die in der Kategorie Rally2 maximal erlaubten 1,62 Liter reduziert. Die Ingenieure von SKODA Motorsport änderten dazu den Hub und entwickelten eine neue Kurbelwelle. Obwohl gemäß Reglement ein Luftmengenbegrenzer (Air restrictor) mit nur 32 Millimeter Durchmesser sowie ein Überdruckventil die Leistung künstlich begrenzen, produziert der Rennmotor des SKODA FABIA Rally2 evo rund 280 PS (212 kW) und ein maximales Drehmoment von 425 Newtonmeter.

Karosserie mit Modifikationen

Verglichen mit einem serienmäßigen SKODA FABIA sind beim Rallye-Fahrzeug rund 55 Prozent der Karosserie identisch oder nur leicht modifiziert. Beim Aufbau des Rallye-Fahrzeugs müssen allerdings auch bestimmte Komponenten berücksichtigt werden, die durch die FIA-Regularien vorgeschrieben sind. SKODA Motorsport verwendet nur Teile der Serienkarosserie als Basis für die aufwendig konstruierte Rohkarosse des Rallye-Autos. Diese wird zusammen mit der Sicherheitszelle sowie speziell für den Rallye-Sport modifizierten Teilen von Grund auf aufgebaut. Die gesamte Struktur des Rallye-Autos ist auf heftige Sprünge und starke Beschleunigungskräfte in Längs- und Querrichtung ausgelegt, die speziell beim Bremsen Werte von 2 g betragen können, was dem Zweifachen der Erdbeschleunigung entspricht.

Der Innenraum des SKODA FABIA Rally2 evo unterscheidet sich grundlegend vom serienmäßigen FABIA. Zur Ausstattung an Bord gehören unter anderem spezielle Rennsitze sowie Sechs-Punkt-Sicherheitsgurte. Die Armaturentafel im Rallye-Auto basiert zwar auf der Serienversion, die Instrumente haben allerdings nichts mehr mit der Serie gemein. Während der serienmäßige SKODA FABIA eine Klimaanlage für die Passagiere bereithält, versorgen die Rallye-Crew Lüftungsdüsen mit frischer Luft in Umgebungstemperatur. Bei Rallyes im Winter können Fahrer und Beifahrer allerdings immerhin auf eine Heizung zurückgreifen.

Bordelektronik liefert umfassende Informationen und Fahrdaten

Jedes moderne Auto ist mit einer sogenannten ECU – einer elektronischen Kontrolleinheit – ausgestattet. Diese steuert und überwacht die Fahrzeugelektronik sowie ihre Sensoren und Fahrerassistenzsysteme. In der Werkstatt ermöglicht die ECU außerdem, mögliche Fehlfunktionen auszulesen und zu analysieren. Sie unterstützt damit eine zielgerichtete Fehleranalyse und Reparatur. In einem Rallye-Fahrzeug liefert die ECU mit der integrierten Datenaufzeichnung nicht nur Ingenieuren, sondern auch Fahrern wertvolle Informationen. Die Rallye-Piloten können außerdem präzise ihren Fahrstil analysieren und beispielsweise nachvollziehen, bei welcher Motordrehzahl sie geschaltet oder gebremst haben oder wie sie beschleunigt haben. Die Renningenieure können zusätzlich den technischen Status des Fahrzeugs überwachen und wissen genau, wann zusätzliche Wartungsarbeiten erforderlich sind.

Ausgerüstet mit einem sequenziell geschalteten Fünfganggetriebe des Herstellers Xtrac stürmt der SKODA FABIA Rally2 evo auf trockenem Asphalt in 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Während das Fahrwerk des serienmäßigen FABIA vor allem auf eine gute Straßenlage und maximalen Komfort ausgelegt ist, schaffen die Radaufhängungen des Rallye-Boliden optimale Voraussetzungen für die speziellen Anforderungen im Wettbewerb: MacPherson-Federbeine an allen vier Rädern sorgen für maximale Federwege. Für bestmögliche Straßenlage und Traktion stehen beim SKODA FABIA Rally2 evo zwei unterschiedliche Fahrwerkskonfigurationen zur Wahl – eine für Wertungsprüfungen auf Schotter und eine für Asphaltpisten.

Der Rallye-Sport fördert dank Allradantrieb das Image der Straßenfahrzeuge

In den frühen 1980er-Jahren revolutionierte der Allradantrieb den Rallye-Sport. Die neue Technologie veränderte aber nicht nur die FIA Rallye-Weltmeisterschaft, sondern half auch dabei, das Fahrverhalten von Straßenfahrzeugen zu verbessern, indem der Allradantrieb speziell auf nassen und rutschigen Fahrbahnen für überlegene Traktion und bessere Spurtreue sorgte. Seitdem wird er dafür von Rallye-Piloten auf der Piste ebenso wie von Autofahrern im Alltag gleichermaßen geschätzt.

Seine 4×4-Kompetenz unterstreicht SKODA heute regelmäßig im Rallye-Sport. Die dort siegreiche Allradtechnologie kommt mit den SUV-Modellen KAROQ und KODIAQ sowie dem OCTAVIA und SUPERB in vier Serienbaureihen zum Einsatz. Von 1999 bis zum Ende des Jahres 2019 konnte SKODA mehr als eine Million Autos mit Allradantrieb an Kunden ausliefern. Getreu dem Motto: ‚Win on Sunday, sell on Monday‘ ist die Erfolgsgeschichte der SKODA Allradmodelle untrennbar mit den erfolgreichen Rallye-Autos des tschechischen Herstellers, etwa dem SKODA FABIA Rally2 evo, verbunden.

Der Kalender der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2020 (Stand: 3. Juni 2020)

Veranstaltung, Datum

Rallye Monte Carlo, 23.01.-26.01.2020

Rallye Schweden, 13.02.-16.02.2020

Rallye Mexiko, 12.03.-15.03.2020

(Rallye Argentinien, 23.04.-26.04.2020*)

(Rallye Portugal, 21.05.-24.05.2020 abgesagt)

(Rallye Italien, 04.06.-07.06.2020*)

(Rallye Kenia, 16.07.-19.07.2020 abgesagt)

Rallye Finnland, 06.08.-09.08.2020

Rallye Neuseeland, 03.09.-06.09.2020

Rallye Türkei, 24.09.-27.09.2020

Rallye Deutschland, 15.10.-18.10.2020

Rallye Großbritannien, 29.10.-01.11.2020

Rallye Japan, 19.11.-22.11.2020

*Veranstaltungen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus verschoben

Pressekontakt:

Andreas Leue Referent Motorsport und Tradition Telefon: +49 6150-133 126 E-Mail: andreas.leue@skoda-auto.de

Ulrich Bethscheider-Kieser Leiter Produkt- und Markenkommunikation Telefon: +49 6150 133 121 E-Mail: ulrich.bethscheider-kieser@skoda-auto.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/28249/4613453 OTS: Skoda Auto Deutschland GmbH

Original-Content von: Skoda Auto Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

Quelle: news aktuell GmbH

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