Verheugen und Tiefensee fahren mit Wasserstoff / EU-Kommissar und Bundesverkehrsminister informieren sich über Mobilität mit Wasserstoff bei der CEP

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Berlin (ots) – Im Rahmen der Mobilitätsoffensive „Mobilität als
Standortfaktor“ des Bundesverkehrsministeriums besichtigen heute
Bundesminister Wolfgang Tiefensee und EU-Kommissar Günther Verheugen
die Wasserstoff-Infrastruktur der Clean Energy Partnership. Für
EU-Kommissar Verheugen stellt die Clean Energy Partnership
Wasserstoff-Pkws zum Fahrdienst bereit. Von Berlin-Mitte findet zudem
eine gemeinsame Fahrt mit Wasserstoff-Pkws zur Aral
Wasserstoff-Tankstelle der CEP statt, die EU-Kommissar Verheugen in
einem BMW 7er mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor genießt. Die CEP
freut sich, in Berlin eines der wichtigsten Demonstrationsprojekte
Europas zur nachhaltigen Mobilität – und eines der größten weltweit –
vorstellen zu können.

Die Clean Energy Partnership

Die Clean Energy Partnership (CEP) ist ein internationaler
Zusammenschluss der Unternehmen Aral, BMW, Berliner Verkehrsbetriebe
(BVG), DaimlerChrysler, Ford, GM/Opel, Hydro, Linde, TOTAL und
Vattenfall Europe. Ziel ist es, den Energieträger Wasserstoff
technologisch zu erschließen und auf Alltagstauglichkeit und
Systemfähigkeit hin zu erproben. Die Clean Energy Partnership ist
zunächst bis Dezember 2007 angelegt. Sie ist Bestandteil der
nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und wird von der deutschen
Bundesregierung gefördert.

Das Wasserstoff-Demonstrationsprojekt

Das Berliner Wasserstoff-Demonstrationsprojekt besteht aus der
Wasserstoff-Infrastruktur samt der Betankungsanlagen, der
Fahrzeugflotte, einem Wasserstoff-Informationscenter und einer
Servicestation für Wasserstoff-Fahrzeuge. Insgesamt erprobt die CEP
drei unterschiedliche Wasserstofferzeugungsverfahren sowie drei
verschiedene Wasserstoff-Antriebsvarianten. Die CEP betreibt in
Berlin mit zwei Tankstellen und einem Fuhrpark von bisher 16
Wasserstoff-Fahrzeugen das größte und vielschichtigste
Demonstrationsprojekt für die zukunftsweisende H2-Technologie
weltweit.

Die CEP Wasserstoff Tankstellen

Zwei öffentliche Wasserstoff-Tankstellen sind Bestandteil des
Berliner Wasserstoff-Demonstrationsprojektes CEP: Seit November 2004
die Aral Tankstelle am Messedamm (Messedamm 8-10, Berlin
Charlottenburg) sowie die neu eröffnete TOTAL Station an der
Heerstraße. EU-weit einzigartig kann an den CEP Tankstellen auf einem
öffentlich zugänglichen Tankfeld sowohl flüssiger als auch
gasförmiger Wasserstoff getankt werden.

Die CEP Aral Tankstelle am Messedamm ist spezialisiert auf
Betankung und Service von Wasserstoff betriebenen Pkw. Sie hat eine
Betankungskapazität von mehr als 100 Fahrzeugen am Tag. Erstmalig hat
Aral hier die Anlieferung, Lagerung und Betankung von flüssigem
Wasserstoff (LH2) mit der Vor-Ort-Produktion und Betankung von
gasförmigem Wasserstoff (CGH2) in einer konventionellen Tankstelle
zusammengefasst.

Die CEP TOTAL Station an der Heerstraße setzt den Schwerpunkt auf
die Versorgung Wasserstoff betriebener Busse der BVG. In einer
zweiten Ausbaustufe werden im Rahmen des europäischen Projektes
HyFLEET:CUTE Mitte 2006 an der Tankstelle ein Dampfrefomer zur
lokalen Produktion von Wasserstoff und zwei stationäre
Brennstoffzellen zur Strom- und Wärmeversorgung den Betrieb
aufnehmen.

Die Infrastrukturpartner

Die Technologie- und Energie-Unternehmen Aral, Hydro, Linde, TOTAL
und Vattenfall Europe haben die Infrastruktur für das
Wasserstoff-Projekt geschaffen. Direkt an der Aral-Tankstelle
produziert Hydro gasförmigen Wasserstoff emissionsfrei mittels
Wasser-Elektrolyse. Vattenfall Europe stellt mit grün zertifiziertem
Strom sicher, dass die elektrische Energie für die Elektrolyse und
den Betrieb der Tankstelle aus erneuerbaren Energiequellen stammt. An
der TOTAL Tankstelle liefert Linde den Reformer zur Erzeugung von
gasförmigem Wasserstoff aus Flüssiggas (LPG). Darüber hinaus
produziert Linde den flüssigen Wasserstoff für beide CEP Tankstellen
und transportiert ihn mit Tanklastzügen nach Berlin. Die zur
Verflüssigung des Wasserstoffs benötigte Energie entstammt
regenerativen Energiequellen. Auch die Wasserstoff-Zapfsäulen der
Tankstellen sind Entwicklungen von Linde.

Die Mobilitätspartner

BMW, DaimlerChrysler, Ford und GM/Opel stellen gemeinsam die
Fahrzeugflotte für das Demonstrationsprojekt. Sie besteht aus 16
Wasserstoff-Pkws: BMW bringt zwei wasserstoffbetriebene Fahrzeuge der
7er-Reihe, DaimlerChrysler zehn Fahrzeuge vom Typ A-Klasse F-Cell,
Ford drei Focus Brennstoffzelle Hybrid und GM/Opel einen HydroGen3 in
das Projekt ein. Die Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb von
DaimlerChrysler und Ford werden mit gasförmigem Wasserstoff
betrieben.

Mit flüssigem Wasserstoff fahren die Fahrzeuge von Opel und BMW:
Der Opel wird mittels Brennstoffzelle angetrieben, der BMW durch
einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Alle Fahrzeuge fahren
emissionsfrei: Aus dem Auspuff kommt reiner Wasserdampf! Die
Fahrzeuge sind dem Teststadium entwachsen und werden in Berlin von
Kunden im Alltagsbetrieb gefahren. Mit einer Markteinführung rechnen
die Automobilhersteller der CEP im kommenden Jahrzehnt.

Wasserstoff als Kraftstoff

Wasserstoff ist in der industriellen Anwendung alltäglich und als
chemisches Element einer der Grundbausteine der Welt: „H2“ ist das
einfachste und häufigste Element im Universum. Von allen Brenn- und
Treibstoffen hat er bezogen auf die Masse die höchste Energiedichte.
1 kg Wasserstoff enthält soviel Energie wie 2,8 kg Benzin. Seine
Verwendung erzeugt keine klimarelevanten CO2-Emissionen und er ist
praktisch unbegrenzt vorhanden. Wasserstoff lässt sich umweltschonend
durch Sonne, Wind, Wasserkraft und Erdwärme regenerativ gewinnen.
Seine Produktion ist daher unabhängig von Öl-Importen möglich.
Wasserstoff ermöglicht, wie hier in Berlin zum Beispiel mittels
Elektrolyse erzeugt, die Nutzung von erneuerbaren Energien auch im
Verkehrssektor.

Pressekontakt:
BMW Group Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Daniel Kammerer, Technologiekommunikation, Clean Energy und
Mobilität
Telefon: +49 89 382-25506, Fax: +49 89 382-23927

Michael Blabst, Leiter Technologiekommunikation
Telefon: +49 89 382-24697, Fax: +49 89 382-23927

Internet: www.press.bmwgroup.com, e-mail: presse@bmw.de

Quelle: news aktuell GmbH

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