Erfolgreicher Zieleinlauf: Finale der Brennstoffzellen-Weltumrundung F-CELL World Drive – Nach 30.000 Kilometern zurück in Stuttgart – Daimler und Linde wollen Infrastruktur ausbauen


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Stuttgart (ots) – 30.000 Kilometer durch 14 Länder auf vier Kontinenten – und aus dem Auspuff kommt nichts als Wasserdampf. Die erste Weltumrundung mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen, der Mercedes-Benz F-CELL World Drive, ist gestern Abend (Mi., 1.6.) in Stuttgart über die Ziellinie gegangen. Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche hat die drei B-Klasse F-CELL am Mercedes-Benz Museum empfangen:

1. O-Ton Dr. Dieter Zetsche

Welcome home und herzlichen Glückwunsch zur ersten automobilen Weltumrundung mit Brennstoffzelle. (0:09)

Der Daimler-Chef war einer von vielen, die die „World Driver“ beneideten. Auch Dr. Zetsche wäre gerne mitgefahren…

2. O-Ton Dr. Dieter Zetsche

Tatsächlich habe ich Ende Januar, als die Bundeskanzlerin die Tour gestartet hat, zu meinen Leuten gesagt: „Ich bin dann mal 125 Tage weg“. Kam dann nicht so gut an. In einem Punkt kann ich das verstehen: Nicht ich sollte ja von der absoluten Alltagstauglichkeit der Brennstoffzelle überzeugt werden, sondern alle anderen. Und das unabhängig davon, ob es um Zuverlässigkeit, Sicherheit, Reichweite oder Faszination geht. (0:26)

All das haben die Brennstoffzellenfahrzeuge auf der Weltumrundung bewiesen. Und das nicht nur auf gut ausgebauten Straßen, langen Autobahnetappen und in Innenstädten, sie haben sich auch weit abseits befestigter Straßen bewährt, zum Beispiel bei der Durchquerung von Australien, China oder Kasachstan. Außer einem unverschuldeten Unfall in Kasachstan gab es unterwegs keine Probleme, berichtet Markus Stier. Der Redakteur der Fachzeitschrift „auto, motor und sport“ war die gesamte Reise über dabei.

3. O-Ton Markus Stier

Natürlich freue ich mich, wieder hier zu sein. Aber für mich gilt das gleiche, wie für viele meiner Mitfahrer, und schließlich auch für unsere tapferen grünen Autos: Ich könnte noch. Wenn mich Menschen gefragt haben, was denn eigentlich das Highlight dieser Reise war, dann ist es vielleicht genau das. Falls man sich in diesem Hause je wieder zu einer großen Expedition entschließen sollte, „Mission Control“ hat meine Nummer. (0:24)

Nachdem die Brennstoffzellenfahrzeuge ihre Qualitäten in Sachen Fahrleistungen und Robustheit unter Beweis gestellt haben, muss aus Sicht von Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche jetzt das Thema Infrastruktur Fahrt aufnehmen. Denn das Netz an Wasserstofftankstellen ist zurzeit noch dünn. Weltweit gibt es gerade mal 200. Bei der Weltumrundung wurden die Brennstoffzellenfahrzeuge von einer mobilen Tankeinheit begleitet, die gemeinsam mit dem Partner Linde entwickelt wurde. Sie kam rund 130-mal zum Einsatz, zweimal wurden die B-Klasse-Fahrzeuge an Wasserstofftankstellen entlang der Route aufgetankt.

4. O-Ton Dr. Dieter Zetsche

Der F-CELL World Drive beweist: Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind bereit für die Welt. Aber wann ist die Welt bereit für Brennstoffzellen-Fahrzeuge? Die Antwort hängt ganz entscheidend ab vom Aufbau der flächendeckenden Infrastruktur. Weltweit gibt es bisher rund 200 Wasserstoff-Tankstellen. In Deutschland sind gerade mal sieben öffentlich zugänglich. Zum Vergleich: Benzin und Diesel sind hierzulande an weit über 14.000 Tankstellen zu haben. (0:31)

Abmoderation:

Als Botschafter einer neuen, lokal emissionsfreien Auto-Mobilität der Zukunft will Mercedes-Benz die Weltumrundung mit Brennstoffzellenfahrzeugen auch als Initialzündung für den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur verstanden wissen. Zusammen mit Linde will Daimler in den nächsten drei Jahren in Deutschland 20 neue Wasserstofftankstellen errichten. Schon 2014, früher als bisher geplant, will Daimler in die Großserienproduktion der Brennstoffzellenfahrzeuge einsteigen, so Zetsche.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Mercedes-Benz, Eva Wiese, 0711 17 92311 all4radio, Wolfgang Sigloch, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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