Verschiedene Welten: Lkw vor 50 Jahren und heute – Mercedes-Benz-Vergleichsfahrt durch die Alpen – Deutliche Fortschritte nicht nur bei Verbrauch und Sicherheit, sondern auch bei der Belastung für die Fahrer

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Quelle: ots.Audio

Stuttgart / Chur (ots) – Wer in diesen Tagen auf der San-Bernardino-Route in der Schweiz unterwegs ist, dem dürfte etwas auffallen: Er begegnet immer wieder faszinierenden Lkw-Oldtimern. Die Lastzüge aus fünf Jahrzehnten sind zusammen mit nagelneuen Mercedes-Benz Actros unterwegs. Der Nutzfahrzeug-Hersteller Nummer 1 führt der internationalen Fachpresse mit einer einzigartigen Vergleichsfahrt vor, welche Fortschritte in der Lkw-Entwicklung in den letzten 50 Jahren gemacht worden sind. Wir waren für Sie mit dabei…

Beitrag:

1. O-Ton Lkw-Sound (Oldtimer) (0:11)

Dienstagmorgen, in der Nähe von Chur: Der LS 1624 macht sich auf den Weg nach San Bernardino. Der Lastwagen mit der charakteristischen langen Haube ist fast 40 Jahre alt, doch er ist beileibe nicht der älteste, der an diesem Morgen abfährt. Lkw aus fünf Jahrzehnten sind unterwegs. Der älteste ist Baujahr 1960, die neuesten stammen aus dem Jahr 2010. Die Idee hinter der einzigartigen Vergleichsfahrt erklärt Hubertus Troska, Leiter Mercedes-Benz Lkw:

2. O-Ton Hubertus Troska

Als Erfinder des Lkw haben wir uns immer gefragt, wie wir denn anschaulich und erlebbar machen können, wie sich Lkw entwickelt haben. Und darum haben wir uns diese schöne Strecke hier in der Schweiz ausgesucht, um das einfach mal erfahren zu können im wahrsten Sinne des Wortes. (0:14)

Fachjournalisten aus Deutschland und ganz Europa erleben die Unterschiede zwischen den verschiedenen Lkw-Generationen buchstäblich am eigenen Leib. Sie fahren Oldtimer und den neuen Actros – und sind nach der Tour beeindruckt.

3. O-Ton Umfrage

Raumverhältnisse, Akustik, Leistung, Schaltqualität: Das sind Welten. – Im Actros sitzt man drin, das Auto macht im Grunde genommen alle Routine-Tätigkeiten für einen, man muss nur noch überwachen. Und hier muss man mit Kraft selber arbeiten. – Ich bin exakt auf dem Auto gefahren, auf dem ich vor 20 Jahren meinen Führerschein gemacht habe. Damals war das technisch up to date, und heute merkt man doch: Es ist ein Oldtimer. Und man merkt eigentlich erst, wie viel sich getan hat. Es ist ein Riesen-Technologiesprung gewesen. (0:25)

Spürbar wird das vor allem beim mühsamen Aufstieg von Lostallo auf der Südseite zurück auf den San Bernardino. Mehr als 1.200 Höhenmeter müssen die Lkw auf einer Strecke von nur rund 25 Kilometern überwinden. Die Unterschiede sind deutlich, aber nicht nur in diesem Punkt, sagt Hubertus Troska.

4. O-Ton Hubertus Troska

Die alten Fahrzeuge hängen also wirklich am Berg, da sie sehr viel weniger Leistung haben. Und obwohl die neuen Fahrzeuge deutlich mehr Ladung transportieren können und schneller den Berg hoch kommen, verbrauchen sie noch deutlich weniger. (0:11)

Umfangreiche Vergleichs-Messfahrten über 1.100 Kilometer von Stuttgart nach Mailand und zurück – unter anderem über die San-Bernardino-Route – haben gezeigt: Der Spritverbrauch pro Tonne Nutzlast und damit auch der CO2-Ausstoß ist in den letzten 50 Jahren beinahe halbiert worden, ganz abgesehen von der Reduzierung bei Schadstoff- und Partikel-Emissionen. Besonders interessant bei der Vergleichsfahrt: Auch die Belastung für den Fahrer wurde gemessen, und das Ergebnis ist eindeutig.

5. O-Ton Hubertus Troska

Puls und Gehirnströme, die eindeutig Stress und Belastung anzeigen, sind deutlich höher bei einem Fahrzeug vor 50 Jahren im Vergleich zu einem modernen Lkw. (0:09)

Verantwortlich dafür sind viele Faktoren: automatisierte Getriebe, moderne Brems- und Lenksysteme, außerdem Geräuschdämmung, Klimatisierung, Sitzkomfort und Ergonomie, außerdem moderne Fahrer-Assistenzsysteme wie Stabilitätsregelung, Spurassistent und Abstands-Tempomat. 50 Jahre Fortschritt bei der Lkw-Entwicklung führt die Vergleichsfahrt deutlich vor Augen. Damit wurden selbst die Erwartungen von Hubertus Troska, Leiter Mercedes-Benz Lkw, übertroffen:

6. O-Ton Hubertus Troska

Beim Kraftstoffverbrauch haben wir es so erwartet, weil wir den natürlich jedes Jahr und bei jeder Fahrzeuggeneration intensiv messen. Aber in Summe, muss ich sagen, bin ich auch enorm überrascht, was das Thema Belastung, Sicherheit und Transporteffizienz angeht, wie viele Fortschritte wir doch in diesen 50 Jahren haben erreichen können. (0:17)

Abmoderation:

Und der Fortschritt geht weiter: In zehn Jahren sollen die Lkw mit dem Stern noch einmal 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen, so die Vision bei Mercedes-Benz. Weil das nicht mehr allein durch Weiterentwicklungen bei den Motoren gehen wird, nehmen die Ingenieure auch zunehmend aerodynamische Verbesserungen am gesamten Lastzug in den Blick.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Daimler AG, Raimund Grammer, 0711 17 53058 all4radio, Wolfgang Sigloch, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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