„E-Mobilität ist mit das wichtigste Thema in der Lieferindustrie – und wir haben die Fahrzeuge speziell für dieses Segment entwickelt!“

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Quelle: ots.Audio

Hamburg (ots) –

Übergabe der ersten eVito aus Serienproduktion und erster eSprinter an Hermes Deutschland – Kooperation umfasst auch die gemeinsame Erarbeitung eines Konzepts für eine effiziente und intelligente Ladeinfrastruktur

Anmoderation:

Der Online-Handel boomt und ein Ende ist nicht abzusehen. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel haben wir Deutschen im vergangenen Jahr Waren für 65,1 Milliarden Euro im Internet gekauft. Kein Wunder, schließlich überzeugt Online-Shopping durch eine schier unendliche Auswahl an Produkten und ein Höchstmaß an Flexibilität. Doch für die Kommunen und Logistikunternehmen bedeutet das stetig wachsende Transportvolumen auch eine immense Herausforderung. Denn durch mehr innerstädtischen Lieferverkehr steigt auch die Schadstoffbelastung in den Städten. Immer mehr Unternehmen steigen deshalb auf Elektrofahrzeuge um. So auch das Logistikunternehmen Hermes Germany. Der Paketdienstleister nahm bei der heutigen (28.02.) Eröffnung seines Logistikcenters in Hamburg 20 eVito aus der Serienproduktion sowie acht eSprinter Pilotfahrzeuge von Mercedes-Benz Vans in Empfang. Die strategische Partnerschaft zwischen Hermes und dem Stuttgarter Automobilhersteller geht dabei aber weit über den reinen Betrieb von E-Transportern hinaus. Sie umfasst auch die gemeinsame Erarbeitung eines Konzepts für eine effiziente Ladeinfrastruktur in den Logistikzentren und von IT-Diensten zur optimalen Steuerung der Elektroflotte. Wir haben uns dazu mit dem Leiter Vertrieb und Marketing bei Mercedes-Benz Vans, Klaus Maier, unterhalten.

1. Herr Maier, Hermes Germany will sukzessive 1.500 Mercedes-Benz Elektrotransporter deutschlandweit in Ballungsräumen einsetzen. Was bedeutet diese strategische Partnerschaft mit dem Paketdienstleister für Mercedes-Benz Vans? Für uns ist die Partnerschaft deswegen etwas Spezielles, weil Hermes unser erster gewerblicher Kunde war und wir auch speziell jetzt Elektrotransporter für dieses Segment entwickelt haben, sprich für die City-Logistik. Vor allem der Einsatz in urbanen Gebieten, in denen die Fahrer zwischen 40 und 60 oder 70 Kilometer am Tag fahren. Von daher haben wir einen Transporter definiert, der diese Reichweite abdeckt – aber auch nicht mehr, denn das Ziel war ja, einen kostengünstigen Elektrotransporter zur Verfügung zu stellen. (0:33)

2. Ihre Zusammenarbeit mit Hermes hat ja eine lange Tradition. Was zeichnet die Partnerschaft mit dem Paketdienstleister aus? Die Partnerschaft mit Hermes ist sehr speziell, weil wir schon über 40 Jahre mit Hermes zusammenarbeiten, aber auch immer wieder Testpiloten zusammen mit Hermes im Bereich „Alternative Antriebe“ gemacht haben. Zum Beispiel haben wir mal ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt mit Wasserstofftechnologie, ein anderes Fahrzeug mit Brennstoffzellentechnologie und Hermes war auch einer unserer ersten Kunden, die den ersten Vito E-CELL im Jahre 2011 von uns abgenommen haben. (0:28)

3. Die Zusammenarbeit mit Hermes geht dabei weit über das bloße zur Verfügung stellen von batterie-elektrisch angetriebenen Fahrzeugen hinaus. Wie sieht das weitere gemeinsame Konzept aus? Wir haben erste Erfahrungen mit unserem sogenannten Vito E-CELL gemacht. Das war das erste Serienfahrzeug, das wir schon 2011 auf den Markt gebracht haben. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere Kunden durchaus zusätzliche Beratung brauchen, speziell in der Ladeinfrastruktur. Aber heute haben wir natürlich auch viel mehr Möglichkeiten bezüglich intelligentem Lademanagement oder auch im Flottenmanagement basierend auf einer Konnektivität zwischen Flottenbetreiber und den einzelnen Fahrzeugen. (0:31)

4. Wie wichtig ist das Thema Elektromobilität überhaupt für Ihre Kunden in der KEP-Branche, also im Kurier-, Express- und Paket-Dienst? E-Mobilität ist natürlich mit das wichtigste Thema in der KEP-Industrie, weil die KEP-Industrie quasi für Elektrotransporte geboren ist. Die wissen ganz genau, wie viele Kilometer sie am Tag fahren und für uns ist es natürlich wichtig, dass wir einen Transporter mit der richtigen Batteriekapazität bauen. Was heißt das? Wir wollen natürlich nicht so viel Batteriekapazität einbauen, weil das Fahrzeug sonst unwirtschaftlich wird. Und wir können jetzt auch anhand des Piloten, zum Beispiel mit Hermes, nachweisen, dass die Betriebskosten für einen Elektrotransporter ungefähr auf einem ähnlichen Niveau sind wie für einen Transporter mit einem Dieselmotor. (0:38)

5. Sie haben eben schon die Batteriekapazität angesprochen. Warum spielt in der KEP-Branche das Verhältnis der Batteriegröße zum Ladevolumen eine so große Rolle? Die Batteriegröße ist natürlich auch entscheidend für die Nutzlast. Wenn ich zu viel Batterie mit dem Fahrzeug quasi herumfahre, dann habe ich eine schwere Batterie und damit geht auch die Nutzlast von meinem Fahrzeug zurück. Für die KEP-Industrie ist natürlich wichtig, viel Nutzlast möglichst zu niedrigen Kosten. Deswegen braucht man natürlich auch keine 300, 400 Kilometer Reichweite. Sicherlich gibt’s dann andere Anwendungsfälle in anderen Industrien, wo wir dann eine andere Batteriekapazität zur Verfügung stellen und ich glaube, das ist wichtig bei Elektromobilität, dass man nicht ein Fahrzeug definiert für alle Anwendungsfälle, sondern jeweils für den spezifischen Fall. Und das war natürlich auch wichtig in dieser strategischen Partnerschaft mit Hermes, dass wir das richtige Fahrzeug mit dem richtigen Ökosystem für Elektromobilität zusammen definieren. (0:50)

6. Was zeichnet den eVito beziehungsweise den eSprinter im urbanen Lieferverkehr besonders aus? Der Vito und der Sprinter werden natürlich heute schon in der KEP-Industrie mit Dieselmotoren eingesetzt. Wir sind natürlich glücklich, dass wir beide Fahrzeuge jetzt relativ kurzfristig mit Elektroantrieben haben. Der Unterschied zwischen beiden Fahrzeugen ist eben das unterschiedliche Ladevolumen. Der Vito eher mit kleinerem Ladevolumen, der Sprinter mit großem Ladevolumen. Die Reichweite für beide E-Fahrzeuge wird ungefähr bei 150 Kilometer liegen, da ist also kein Unterschied, weil wir eben genauso diese Distanz zwischen 40 und 80 Kilometer in der KEP-Industrie abdecken. (0:35)

Abmoderation:

Eine elektrische Sternenflotte für die letzte Meile – Hermes Germany hat heute anlässlich der Eröffnung seines neuen Logistikcenters in Hamburg die ersten eVito und eSprinter von Partner Mercedes-Benz erhalten. Bis 2025 will der Paketdienstleister sämtliche Kunden in den 80 größten deutschen Innenstädten komplett emissionsfrei mit Paketen beliefert

Pressekontakt: Mercedes-Benz, Andreas Leo, 030 269 430 17 all4radio, Hannes Brühl, 0711 3277759 0

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Quelle: news aktuell GmbH

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