Vertrauen ist das A und O – warum das autonome Fahrzeug künftig mit der Umgebung kooperieren muss Mercedes-Benz stellt S-Klasse vor, die mittels 360-Grad-Kommunikation mit der Umwelt interagiert

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Quelle: ots.Audio

Berlin (ots) –

Anmoderation:

Deutschland im Jahr 2030: Miteinander vernetzte Hightech-Autos surren fast lautlos durch die Straßen. Es gibt keine Ampeln, keine Staus und keine Unfälle mehr. Und die Passagiere sitzen ganz relaxed in den Innenräumen und lesen im eReader oder arbeiten mit dem Smartphone. Zugegeben, noch klingt dieses Szenario sehr nach Science-Fiction, doch Experten und Zukunftsforscher sind sich einig: Bereits in wenigen Jahren werden erste autonome Fahrzeuge unser Straßenbild prägen. Und doch begegnen viele Menschen dem Thema immer noch mit einer gewissen Skepsis, schließlich bedeutet autonomes Fahren ja auch, sich voll und ganz auf das Handeln einer Maschine verlassen zu können. Wie also kann das Vertrauen zwischen Menschen und Maschinen hergestellt werden? Damit beschäftigen sich Zukunftsforscher wie Alexander Mankowsky von der Daimler AG. Er sagt: Empathie ist der Schlüssel für die Akzeptanz autonomer Fahrzeuge.

O-Ton Alexander Mankowsky

Empathie ist sehr relevant, da unsere Mobilität eine kooperative Aktivität ist. Klingt jetzt ein bisschen wissenschaftlich, ist es aber gar nicht so sehr. Wer einmal in einer vollen Fußgängerzone herumläuft, der wird feststellen, dass er ohne nachzudenken sehr selten mit anderen zusammenstößt. Aber wie funktioniert das? Wir fühlen die anderen und agieren sofort. Ohne nachzudenken, wir tun das. Und die anderen tun das auch. Der Motor oder die Technik, die das ganze entwickelt nennt man Empathie, „sich einfühlen“. Und diese Einfühlung müssen wir erlernen können und die muss funktionieren auch mit Automaten. Und damit die funktioniert muss der Automat, also das Fahrzeug entsprechend gestaltet sein, damit unser Wahrnehmungsapparat sich auch einfühlt. Das ist die Empathie und das ist der Grund, warum wir uns damit beschäftigen. (0:42)

Wie das aussehen könnte, das hat Mercedes-Benz in diesen Tagen im Rahmen der Dialogreihe „FutureInsight“ in Berlin vorgestellt. Der Stuttgarter Autobauer präsentierte Experten und Fachjournalisten ein so genanntes „kooperatives Fahrzeug“ auf Basis einer S-Klasse. Die Limousine ist mit türkisfarbenen Leuchtbändern in der Windschutzscheibe, im Kühlergrill, in den Scheinwerfern, den Außenspiegeln und im unteren Bereich der Scheiben ausgestattet und kann auf diese Weise mit Passanten und dem umliegenden Verkehr kommunizieren. Stefanie Faas von der Forschungsabteilung PIONEERING NeXt bei Daimler:

O-Ton Stefanie Faas

Bei autonomen Fahrzeugen wird es so sein, dass man sich nicht mehr auf den Augenkontakt oder die Gesten verlassen kann. Wir wissen, dass Fußgänger heute, wenn sie zum Beispiel über einen Zebrastreifen gehen, Augenkontakt über den Fahrer suchen, einfach um sicher zu gehen, dass man auch gesehen wurde. Bei autonomen Fahrzeugen hat man vielleicht keinen Fahrer, oder der Fahrer ist abgelenkt und schaut vielleicht auf’s Handy oder macht sonst etwas anderes. Und deshalb versucht man diese Art der Kommunikation zu ersetzen. Und wir denken, dass Lichter eine ganz tolle Möglichkeit sind, um Vertrauen zwischen autonomen Fahrzeugen und Fußgängern herzustellen. (0:35)

Wenn es um die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, sprich Verkehrsteilnehmer und autonomen Fahrzeug, geht, nimmt für die Daimler-Experten der Begriff des „Informierten Vertrauens“ eine ganz zentrale Bedeutung ein. Im Gegensatz zum „blinden Vertrauen“ bei dem der Verkehrsteilnehmer überhaupt nicht auf die Reaktionen des autonomen Fahrzeugs achtet, wird bei der autonomen S-Klasse die Fahrzeughülle zum Medium für eine 360-Grad-Kommunikation. Sie wird sozusagen zum Vermittler zwischen Mensch und Maschine. Damit diese Mensch-Maschine-Kommunikation in der Realität auch reibungslos funktioniert, arbeiten die Mercedes-Experten aktuell an unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten:

O-Ton Stefanie Faas

Die einen Konzepte zielen beispielsweise mehr darauf ab, dass das Fahrzeug anzeigt, was es tut. Da gibt es zum Beispiel eine Art vordere Bremsleuchte. Wenn wir uns jetzt das Szenario anschauen, dass ein Fußgänger die Straße überqueren möchte, dann zeigt das Fahrzeug an, dass es jetzt bremst. Bei einem anderen Konzept, an dem wir arbeiten geht es mehr darum, dass das Fahrzeug anzeigt, was es sieht. Da haben wir quasi Augen, die den Fußgänger erfassen und ihn auch verfolgen können. Wir versuchen natürlich, ein Konzept zu erarbeiten, dass irgendwie intuitiv ist, aber dennoch wird man es am Anfang lernen müssen. Bei einer Ampel hat man auch irgendwann mal gelernt: Rot bedeutet stehen bleiben und bei Grün darf man gehen. Und so wird es auch bei dem neuen Lichtkonzept für autonome Fahrzeuge sein. (0:39)

Abmoderation:

Lichtbalken und virtuelle Licht- und Bewegungssignale statt Körpersprache und Blickkontakte: Autonome Autos sollen künftig mit Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern mit einheitlichen Lichtsignalen kommunizieren, warnen und informieren können. Beim „FutureInsight“ in Berlin zeigt Mercedes-Benz anhand einer S-Klasse mit 360 Grad-Licht-Kommunikation, wie das in der Realität funktionieren kann.

Pressekontakt: Mercedes-Benz: Uta Trick-Schwark, 0711 17 40679 Christoph Sedlmayr, 0711 17-91404 Silke Kögler, 0711 17 96479 all4radio: Hannes Brühl, 0711 3277759 0

Original-Content von: Mercedes-Benz, übermittelt durch news aktuell

Quelle: news aktuell GmbH

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