Welcher Elektro-Antrieb passt zu mir? Hybrid, Batterie oder Brennstoffzelle – die Zukunft wird elektrisch.

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Quelle: ots.Audio

Stuttgart (ots) –

Anmoderation:

Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch! Daran zweifelt inzwischen niemand mehr. Aber mal ehrlich, wissen Sie, welcher Elektroantrieb für Sie der richtige ist? Ist es der Hybrid, ein rein batterieelektrisch fahrendes Auto oder doch ein Elektrofahrzeug mit Wasserstoffantrieb? Jürgen Schenk ist Chefentwickler für Elektrofahrzeuge, die Mercedes-Benz unter der Produktmarke EQ anbietet. Wir sprachen mit ihm und seinem Kollegen Christian Mohrdieck über die Facetten der Elektromobilität. Dabei auch über die Alltagstauglichkeit und eine von der Daimler AG entwickelte App, die bei der Entscheidung hin zum Elektrofahrzeug helfen soll:

O-Ton Jürgen Schenk:

„Wir haben eine EQ Ready-App. Die spielen Sie sich auf Ihr Smartphone. Dann fährt diese App mit Ihnen Auto und beobachtet Sie mit Ihren typischen Fahrprofilen: Wohin bewegt sich der Mensch. Wie weit fährt er pro Tag? Und Sie kriegen am Schluss aus dieser App eine Empfehlung, welches Produkt am besten zu Ihnen passt. Die App können Sie heute schon runterladen.“ (0:20)

Konkretes Beispiel: Sind Sie dauernd im Großstadtdschungel unterwegs und verlassen Ihre Region höchstens mal mit der Bahn? Dann legt Ihnen die App mit hoher Wahrscheinlichkeit den elektrischen smart ans Herz. Sind Sie ein klassischer Pendler, der täglich 150 Kilometer über Land fährt, dann bekommen Sie vermutlich das neue Elektro-SUV „EQC“ vorgeschlagen.

Je nach Fahrprofil kann das Ergebnis dabei aber natürlich auch sein, dass ein reines E-Fahrzeug heute noch nicht die geeignete Mobilitätsform für JEDEN Kunden darstellt. Da die Elektromobilität aber auch vor konventionellen Antrieben keinen Halt macht, wäre hier vielleicht ein moderner Hybrid ohne Stecker eine Alternative.

O-Ton Jürgen Schenk:

„Es könnte auch sein, dass in der Kundenklientel jemand dabei ist, bei dem diese typischen Elektrofahrzeugprofile nicht so gut passen. Dann können wir ihm trotzdem auch ein Produkt anbieten. Es ist ja nicht so, dass wir nur noch Elektrofahrzeuge herstellen.“ (0:15)

Die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht: Das Netz der Stromtankstellen wird immer dichter, die Batterien werden kleiner, günstiger und effizienter und das Laden bedarfsgerecht schneller. Die Reichweite steigt, so dass auch die Langstrecke mit einem Elektrofahrzeug schon heute kein Problem mehr darstellt: Rund 400 Kilometer sind mit dem Mercedes EQC, dem rein elektrischen SUV möglich. Und das, sagt Jürgen Schenk, deckt statistisch immerhin 96 Prozent aller Fernfahrt-Bedarfe auf deutschen Straßen ab:

O-Ton Jürgen Schenk:

„Jetzt kann man sich die Frage stellen: Wollen wir noch größere Energiespeicher in die Autos bauen, so dass wir die letzten 4 Prozent auch noch erreichen? Und fahren dann quer durch Deutschland riesengroße Batterien, wo die Energie für die letzten 4 Prozent von allen mit rumgefahren wird. Das betrachten wir als nicht sinnvolles Vorgehen. Deswegen ist unser Vorgehen: Die 400 Kilometer ist das richtige Set-Up für die 96 Prozent. Für die restlichen 4 Prozent beschäftigen wir uns mit dem Thema „schnelles Wiederaufladen“. (0:30)

An einer High-Power-Schnellladestation – wie der von IONITY – ist die Batterie des EQC in rund 40 Minuten wieder zu 80 Prozent aufgeladen.

Noch schneller geht das Tanken eines Elektrofahrzeugs mit Brennstoffzelle – wie dem neuen Mercedes-Benz GLC F-CELL, der Ende Oktober in limitierter Stückzahl auf den Markt kommt: Hier wird Wasserstoff in lediglich drei Minuten in die Tanks gefüllt. Der Wasserstoff verbindet sich in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff – dabei wird Energie erzeugt, die einen Elektromotor antreibt. Christian Mohrdieck, der Leiter der Brennstoffzellensparte bei Mercedes-Benz zum Einsatz des GLC F-CELL:

O-Ton Christian Mohrdieck:

„Ich denke, es ist einerseits ein gutes Flottenfahrzeug, es bietet genug Raum für 5 Personen und entsprechendes Gepäck. Es ist aber auch ein Langstreckenfahrzeug, ein sehr bequemes Fahrzeug mit fast 500 Kilometer Reichweite bis zum nächsten Tanken“. (0:20)

Beim Umstieg auf ein neues Fahrzeug sind natürlich nicht nur die reinen Anschaffungskosten relevant, sondern auch die Betriebskosten. Aber hier hat Jürgen Schenk gute Nachrichten – nicht zuletzt auch für Flottenkunden:

O-Ton Jürgen Schenk:

„Bekanntermaßen sind die Betriebskosten von Elektrofahrzeugen niedriger als bei konventionellen Fahrzeugen. Wir brauchen ja keine Zündkerzen oder Ölwechsel. Und im Zweiten sind die Energiekosten für den Transport von A nach B oder für eine jährliche Fahrleistung ungefähr auf der Hälfte dessen, was ein Verbrennungsfahrzeug hat. Damit kriegt er über Zeit eine Amortisation. Es muss jetzt natürlich jeder Fuhrparkleiter rechnen, inwieweit sein Fuhrpark konfektioniert ist. Aber ich bin mir sicher, dass bereits ein großer Teil des Fuhrparks elektrisch bewältigt werden kann.“ (0:31)

Abmoderation:

Der Umstieg auf Elektromobilität ist also heute schon möglich und kann sich sogar durchaus lohnen.

Die Entwicklung schreitet in großen Schritten voran und die Angebotspalette ist vielfältig. Ob als reines Stadtauto, für gemischte Fahrprofile oder für die Langstrecke: Autohersteller wie Daimler bieten für jeden Einsatzzweck das passende elektrifizierte Angebot: Vom modernen Verbrennungsmotor mit elektrischer Unterstützung, über Plug-in Hybride mit alltagstauglichen elektrischen Reichweiten bis hin zu reinen Elektrofahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle. Fest steht: Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch – und es ist für jeden das Passende dabei!

Pressekontakt: Mercedes-Benz: Madeleine Herdlitschka, 0711 17 76409 Uta Trick-Schwark, 0711 17 40679 Christoph Sedlmayr, 0711 17-91404 all4radio: Hannes Brühl, Andreas Albrecht, 0711 3277759 0

Original-Content von: Mercedes-Benz, übermittelt durch news aktuell

Quelle: news aktuell GmbH

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