„Die Automobilindustrie befindet sich in einer Transformationsphase. Wir bewegen uns in Richtung Nullemissions-Mobilität“

Quelle: ots.Audio

Frankfurt (ots) –

Daimler Entwicklungschef Ola Källenius im Exklusiv-Interview zu Themen Elektromobilität, Autonomes Fahren, Digitalisierung und dem smart Robotaxi INTERVIEW MIT OLA KÄLLENIUS

Anmoderation:

„Zukunft erleben“ – mit zwei Worten zeigt das Motto der diesjährigen IAA in Frankfurt auf, warum es sich lohnt, die weltgrößte Mobilitätsmesse zu besuchen. Noch nie in der Geschichte der IAA sind so viele Innovationen, Konzepte und Zukunftstechniken gezeigt worden, wie dieses Jahr bei der 67. IAA Pkw. Einer der die automobile Zukunft unermüdlich voranbringt ist Ola Källenius, der Vorstand Forschung und Entwicklung der Daimler AG. Im Exklusiv-Interview haben wir uns mit ihm über die Themen Elektromobilität, Autonomes Fahren, Digitalisierung und dem smart Robotaxi unterhalten.

1. Herr Källenius, die diesjährige IAA steht unter dem Motto „Zukunft erleben“. Wie wird für Sie als Vorstand Forschung und Entwicklung die automobile Zukunft aussehen?

Die Automobilindustrie befindet sich jetzt in einer Transformationsphase. Wir bewegen uns in Richtung Null-Emissionsmobilität. Wir zeigen hier auf der Messe den GLC F-Cell, ein Brennstoffzellenauto aber auch ein Showcar EQA, ein Batterie-elektrisches Fahrzeug. Elektrisches Fahren, autonomes Fahren, Konnektivität und auch das Thema Mobilitätsdienstleistungen stehen dieses Jahr auf der IAA im Zentrum. (0:25)

2. Mit welchen Fahrzeugen untermauern Sie hier in Frankfurt Ihre Botschaft?

Wir haben die Festhalle, die traditionell zu Mercedes-Benz auf der IAA gehört, dieses Jahr neu bespielt und komplett umgebaut und auch die sogenannte meConvention integriert. Am Wochenende werden wir Vordenker aus der ganzen Welt, sowohl in Sachen Technologie als auch gesellschaftliche Trends, einladen, um die Messe aufzumachen. Nicht nur Autos sondern auch was uns in Zukunft sowohl technologisch als auch gesellschaftlich bewegt. (0:27)

3. Sie zeigen in Frankfurt als Weltpremiere das erste voll-elektrische EQ Konzeptfahrzeug im Kompaktsegment. Warum ist es für die Akzeptanz der E-Mobilität so wichtig, gerade auch das Segment der Kompaktfahrzeuge zu elektrifizieren?

Letztes Jahr haben wir unser erstes Mitglied der EQ-Familie vorgestellt – en EQ SUV. Dieses Mal haben wir einen Kompakt-Elektrowagen mitgenommen, den EQA. Damit wollen wir zeigen, wir stellen unsere Elektrooffensive modular über viele Segmente breit auf. Also werden wir vom Einstieg bei den Kompaktwagen bis zu den großen Limousinen und SUVs in Zukunft vollelektrische Fahrzeuge anbieten. (0:26)

4. Wie seriennah ist diese Studie?

Natürlich muss man auf so einer Messe bei einer Studie immer ein bisschen überzeichnen aber die Designlinie, die wir hier mit dem EQA sehen, lassen sie sich überraschen, das kommt vielleicht früher als man denkt. (0:10)

5. Der GLC F-CELL ist das weltweit erste Elektrofahrzeug mit Brennstoffzellen- und Batterieantrieb. Welche Vorteile hat diese Kombination?

Der GLC F-Cell, das ist für uns die nächste Generation der Brennstoffzelle. Das Brennstoffzellenmodul ist jetzt kompakter, es ist leistungsstärker und es ist besser zu industrialisieren, also gehen die Kosten runter. Ein richtig tolles Brennstoffzellenfahrzeug. Wir haben aber gesagt, die Kombination zwischen Brennstoffzelle und Plug-in-Hybrid ist die beste Kombination, sowohl bei der Reichweite als auch bei der Performance. 400 km plus Reichweite aus der Brennstoffzelle und nochmal ca. 50 km aus dem Plug-in-Hybrid. (0:28)

6. Wieso bringt Mercedes-Benz diesen F-CELL Plug-in-Hybrid ausgerechnet auf Basis eines GLC?

Das SUV-Segment ist nach wie vor weltweit ein stark wachsendes Segment und unser GLC übertrifft alle Erwartungen. Wir verkaufen deutlich mehr, als wir ursprünglich geplant hatten. Gerade in einem so attraktiven Segment eine Brennstoffzelle unterzubringen, dachten wir, ist eine logische Wahl. (0:17)

7. Mit dem smart vision EQ fortwo zeigen Sie auf dieser IAA eine ganz neue Lösung für die urbane Mobilität. Welche Innovationen stecken in diesem Fahrzeug?

Bei dem smart vision EQ schauen wir ein bisschen weiter in die Zukunft. Das Auto hat weder Lenkrad noch Pedale, sondern ist vollautonom, kennt sozusagen ihre Bedürfnisse wo sie hinwollen, fährt zu ihnen und fährt sie von A nach B und das intelligent vernetzt, als Teil eines Mobilitätsanbietersystems. Da haben wir ein bisschen gespielt und wir nutzen die Flächen in diesem Auto, sowohl Botschaften an die Passagiere im Auto zusenden als auch an Verkehrsteilnehmer außerhalb des Autos. Ein bisschen eine Spielerei aber eine schöne Vision, wie die Zukunft für smart aussehen könnte. (0:36)

8. Journalisten haben für den smart vision EQ fortwo schnell einen eingängigen Namen gefunden: Robotaxi. Trifft es das?

Das ist dann ein Robotaxi, vollautonom, und wenn man das in einem intelligenten Mobilitätssystem einbindet, ist das etwas, was im urbanen Kontext auch die Verkehrssituation in Städten verbessern kann. (0:15)

Abmoderation

Daimler-Entwicklungschef Ola Källenius im Interview zu den wichtigsten Innovationen dieser IAA.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Mercedes-Benz: Koert Groeneveld, 0711 17 92311 Karin Buchmann, 0711 17 58317 all4radio, Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0

Original-Content von: Mercedes-Benz, übermittelt durch news aktuell

Quelle: news aktuell GmbH

Dieser Beitrag wurde unter fortwo, Mercedes, Smart abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.