Eine Pionierin zieht ins Museum! – Die S-Klasse „Bertha Benz“ fuhr 2013 autonom von Mannheim nach Pforzheim – drei Jahre später kommt sie ins Mercedes-Benz Museum – MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Quelle: ots.Audio

Stuttgart (ots) –

Anmoderation:

Knapp drei Jahre ist es her, als Mercedes-Benz die weltweit erste autonome Fahrt durch den ganz normalen Stadt- und Überlandverkehr gelang. 2013 war der S 500 INTELLIGENT DRIVE von Mannheim nach Pforzheim unterwegs und legte selbstständig eine Strecke von mehr als 100 Kilometer zurück. Die S-Klasse, die von ihren Entwicklern auch liebevoll „Bertha“ genannt wird, folgte damit den Spuren der Pionierin Bertha Benz, die auf dieser Strecke die erste automobile Fernfahrt gewagt hatte. Heute (26.07.) hat das Forschungsfahrzeug in Stuttgart seine letzte autonome Fahrt angetreten: von der S-Bahn Haltestelle Neckarpark bis zum Mercedes-Benz Museum. Dort wird „Bertha“ ab sofort zu sehen sein, denn die Pionierin zieht ins Museum ein. Für Ralf Herrtwich, Leiter Fahrzeugautomatisierung und Fahrwerksysteme, ging heute ein historisches Kapitel zu Ende:

O-Ton Ralf Herrtwich

Das ist für uns als Konzern natürlich ein Highlight gewesen, als wir 2013 das Projekt auf der IAA vorgestellt haben. Und ich werde nie vergessen wie Dieter Zetsche dann hinten in der Limousine reingefahren ist, vorne saß keiner und alle Leute haben erstmal mitbekommen, was wir da eigentlich getan haben. Das war für mich die Verkörperung unserer ganzen Bemühungen rund um autonomes Fahren, was ein ganz wesentliches Zukunftsgebiet für Mercedes-Benz geworden ist. (0:30)

Dass „Bertha“ schon nach drei Jahren ihren Ehrenplatz im Museum bekommt ist außergewöhnlich und zeigt, wie schnell die Technologie des autonomen Fahrens fortschreitet. 2013 war das Fahrzeug mit seriennaher Technik und reichlich Rechnerleistung unterwegs und brachte den Entwicklern bei Mercedes-Benz viele wertvolle Erkenntnisse, die beispielsweise in die neue E-Klasse mit eingeflossen sind. Christoph von Hugo, Leiter Aktive Sicherheit:

O-Ton Christoph von Hugo

Die E-Klasse ist aus unserer Sicht ein Auto, das ganz klar den Weg zum automatisierten Fahren vorzeichnet. Sie sehen darin, was heute bereits möglich ist und wie wir den Fahrer bestmöglichen unterstützen und entlasten können. Der Fahrer ist in der aktuellen E-Klasse immer noch in der Verantwortung, die Fahraufgabe wahrzunehmen, aber er kann sich in fast jeder Situation vom Auto unterstützen lassen, was dann natürlich auch einen Sicherheitsgewinn bedeutet, weil der Fahrer, der irgendwann vielleicht mal müde wird, jetzt durch die geringere Anspannung etwas entspannter ans Ziel kommt und sich besser konzentrieren kann. Man sieht hier einen deutlichen Zugewinn an Entlastungskomfort in jedweder Fahrsituation. (0:39)

Die Ingenieure von Mercedes-Benz arbeiten mit Hochdruck daran, die Fahrzeugsensorik immer weiter zu verbessern. Durch sogenannte Deep-Learning-Computer kann das Auto schon jetzt seine Umwelt noch exakter erkennen und typische Straßenszenen einer Stadt auch auf andere Städte übertragen. Dadurch wird der Fahrer mehr und mehr entlastet, wie Ralf Herrtwich erläutert:

O-Ton Ralf Herrtwich

Wir entwickeln zukünftig zwei Arten von Systemen bei Mercedes-Benz. Auf der einen Seite haben wir Autopilotsysteme, so sagen wir dazu, also die Sachen, wo ein Fahrer in einem ganz normalen Fahrzeug, auf den Knopf drücken kann und sagt: Jetzt fährst du mich bitte von selbst, und irgendwann das Steuer wieder übernimmt. Auf der anderen Seite haben wir Arbeiten gestartet an fahrerlosen Fahrzeugen. Insbesondere mit unseren car2go-Fahrzeugen, denken wir, dass es toll wäre, wenn unsere Kunden nicht mehr zum car2go laufen müssen, sondern das car2go zu ihnen kommt. Daran arbeiten wir und das sind unsere beiden Projektströmungen, die wir gerade haben. (0:38)

Es sind revolutionäre Ziele, die die Entwickler von Mercedes-Benz verfolgen. Von all dem wird die S-Klasse „Bertha“ nichts mehr mitbekommen. Als Pionierin des autonomen Fahrens hat sie ihre Arbeit getan. Gerhard Heidbrink, Leiter Produktarchiv bei Mercedes-Benz Classic weiß, was mit ihr passiert:

O-Ton Gerhard Heidbrink

Bertha wird zunächst erstmal im Museum ausgestellt, bis Ende September, an einem sehr prominenten Platz, mitten im Foyer und wird dort für alle Besucher sichtbar sein. Danach kommt das Fahrzeug in unser Depot und wird dann, wie die etwa 1.000 anderen Fahrzeuge unserer Sammlung, auf Ausstellung eingesetzt, auf Messen und auch für Fahreinsätze. (0:22)

Abmoderation:

Die S-Klasse „Bertha Benz“, die 2013 als weltweit erstes autonomes Fahrzeug über Stadt- und Überlandstraße gefahren ist, wurde heute dem Mercedes-Benz Museum übergeben. Für alle Besucher ist sie bis zum 25. September dort in der Eingangshalle zu sehen.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Daimler AG, Katharina Becker, 0711 17-93271 all4radio, Claudia Ingelmann, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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