Hansi Müller: „Ich schätze die Mannschaft sogar noch einen Tick stärker ein als 2014. Deshalb sind wir Titelfavorit“ – Die Mannschaft von Joachim Löw besiegt die Squadra Azzurra mit 4:1

Quelle: ots.Audio

München (ots) –

Anmoderation:

Deutschland gegen Italien gestern Abend in München war das zweite Länderspiel im Jahr 2016 und in der EM-Vorbereitung ein äußerst wichtiges Spiel. Und mit dem 4:1-Sieg geht die Mannschaft von Joachim Löw mit einem guten Gefühl in die heiße Phase der EM-Vorbereitung. Weltmeister Deutschland hat sich nach einer mäßigen Qualifikation das Ticket für die Fußball-EM gesichert und reist im Sommer als amtierender Weltmeister und Mitfavorit nach Frankreich. Vorausgesetzt alle Spieler sind fit, hat Bundestrainer Joachim Löw bei der Kadernominierung die Qual der Wahl. Deshalb ging es für einige Nationalspieler in München auch darum, zu zeigen, dass sie zu Recht dabei sind. Nach der 2:3-Niederlage gegen England am Samstag in Berlin hatte Joachim Löw harsche Kritik am Spiel seiner Mannschaft geübt. In München gab’s nach dem klaren Sieg dafür dickes Lob von Joachim Löw:

O-Ton Joachim Löw

Also ich denke, dass wir es heute natürlich besser gemacht haben wie letzten Samstag gegen England. Vor allen Dingen hat man heute gespürt, dass die Mannschaft in der Lage war, die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten, die Dinge, die wir besprochen haben, auch wirklich diszipliniert durchgeführt und auch zu Ende geführt haben. Und von daher glaube ich, dass wir insgesamt über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht haben. (0:30)

Im Mercedes-Benz Sportpresse Club wurde natürlich nicht nur über den Sieg sondern auch über die optimale Zusammensetzung des Teams von Joachim Löw für die Europameisterschaft diskutiert. Spieler wie Lahm, Mertesacker oder Klose haben natürlich Lücken hinterlassen. Aber das ist kein Grund zur Panik, meinte Hansi Müller, Europameister von 1980:

O-Ton Hansi Müller

Ja es geht natürlich auch darum, dass gewisse Spieler ihre Position in der Mannschaft behaupten. Also ein Testspiel ist immer etwas sehr, sehr wichtiges. Nur beim Jogi habe ich das Gefühl, dass er trotzdem weiß auf wen er setzen kann, auch wenn jetzt mal ein Spiel wie gegen England hinten raus nicht funktioniert. Jeder will sich natürlich gut präsentieren, aber der Jogi hat den Titel geholt 2014, ich schätze die Mannschaft, weil der Großteil des Kaders ja noch zusammen ist, sogar noch einen Tick stärker ein, die Mannschaft hat sich weiterentwickelt, viele spielen in internationalen Top-Klubs und deswegen sind wir auch ganz heißer Favorit für Frankreich. Wenn du als Titelverteidiger nach Frankreich fährst, in ein Nachbarland, gehörst du zum ganz engen Favoritenkreis. (0:42)

Der 4:1-Sieg durch Tore von Kroos, Götze, Hector und Özil war der erste Sieg gegen die Squadra Azzurra nach 21 Jahren. Und auch die Länderspiel-Bilanz gegen Italien sieht jetzt etwas besser aus: Von 32 Spielen gewannen die Deutschen acht, 15 Mal triumphierten die Italiener. Joachim Löw erinnert sich sicherlich noch schmerzlich an die Niederlage bei der EM 2012 im Halbfinale. Als Favorit gehandelt, unterlag die deutsche Mannschaft am Ende den Italienern mit 1:2 und verpasste das Finale. Der Weltmeister von 1990, Thomas Berthold hat beim AS Rom und bei Hellas Verona gespielt. Der Sport1-Experte erklärte im Mercedes-Benz Sportpresseclub, warum sich deutsche Nationalmannschaften meist schwer tun gegen Italien.

O-Ton Thomas Berthold

Das ist eine Mannschaft, die generell in der Defensive sehr stark ist, die sind gut ausgebildet. Sie sind auch eine Turniermannschaft, da hat man auch gesehen, 2006 hatte keiner so richtig mit Italien gerechnet, aber die haben sich in das Turnier reingespielt und sind meiner Meinung nach auch nicht unverdient Weltmeister geworden. Und das ist auch eine Mannschaft die Charakter hat, viele interessante Spieler mit Tempo. Ich habe lieber gegen solche Gegner gespielt, mit Namen, mit Renommee. Ich will nicht despektierlich gegenüber kleinen Mannschaften als Gegner, aus der zweiten, dritten Reihe, sein, aber man hatte da schon eher die Neigung: Naja, da spielen wir mit angezogener Handbremse. Da finde ich solche Spiele einfach viel schöner. (0:37)

Einer der auch nach der 1:4 Niederlage seiner Italiener daran glaubt, dass die Squadra Azzurra bei der Europameisterschaft eine gute Rolle spielen wird, ist Trainer-Legende Giovanni Trapattoni. Im Mercedes-Benz Sportpresseclub verriet er seine persönlichen EM-Favoriten:

O-Ton Giovanni Trapattoni

Vielleicht England, auch Deutschland ist so stark, sehr stark. Ich denke Spanien, England, Deutschland und auch Italien. (0:11)

Abmoderation:

Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern Abend das Freundschaftsspiel gegen Italien mit 4:1 gewonnen. Im Mercedes-Benz Sportpresseclub waren sich die Experten einig, dass das Team von Joachim Löw mit der Leistung von München gute Chancen hat, in Paris am 10. Juli Europameister zu werden.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Mercedes-Benz, Claudia Merzbach, 0711 17 95379 all4radio, Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

Dieser Beitrag wurde unter Mercedes abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.