Daimler schickt Hilfskonvoi für Flüchtlinge: „‚Trucks you can trust!‘ – zu diesem Vertrauen gehört auch, dass wir mit anpacken!“

Quelle: ots.Audio

Stuttgart (ots) –

Interview mit Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand Daimler Trucks, zum Start des Syrien-Hilfskonvois „Wings on Wheels“

INTERVIEW MIT DR. WOLFGANG BERNHARD, VORSTAND DAIMLER TRUCKS

Anmoderation:

Fast täglich bekommen wir in den Nachrichten die schrecklichen Bilder von Flüchtlingen auf der ganzen Welt zu sehen. Auseinandergerissene Familien, hungernde Kinder, oder Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, gibt es millionenfach. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind im Moment sogar so viele Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten wie noch nie. Und diese Menschen sind auf Hilfe aus den wohlhabenden Regionen der Welt angewiesen. Passend zum internationalen Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen am vergangenen Wochenende geht Daimler Trucks als gutes Beispiel in Sachen Flüchtlingshilfe voran. Vor zwei Jahren schon hat Daimler gemeinsam mit der Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ den Hilfskonvoi „Wings on Wheels“ ins Leben gerufen. Und heute Vormittag wurde eine 120 Tonnen schwerer Hilfskonvoi in die Flüchtlingslager der türkisch-syrischen Grenze entsendet. Und dort warten in der Region Gaziantep über 1,7 Millionen geflohene Syrer sehnsüchtig auf die lebensnotwendigen Hilfsgüter. Von Stuttgart aus haben sich die acht Actros Sattelzüge mit Gütern im Wert von über 1,2 Millionen Euro auf den Weg in das Krisengebiet gemacht. Den Startschuss für den Hilfskonvoi gab Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand Daimler Trucks, persönlich. Wir haben uns im Anschluss mit Dr. Bernhard über humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze unterhalten.

1. Frage: Herr Dr. Bernhard, heute haben sie schon den dritten Hilfskonvoi in die Flüchtlingscamps an der türkisch-syrischen Grenze auf die Reise geschickt. Liegt Daimler die Flüchtlingshilfe in dieser Region besonders am Herzen? Wir haben ja traditionell in dieser Region große Verbindungen und große Wurzeln, und es ist richtig, das liegt uns sehr am Herzen. Es ist unser dritter Hilfskonvoi, den wir in diese Region starten, wir haben begonnen im Jahr 2013. Heute senden wir acht Lkws auf den Weg mit insgesamt 120 Tonnen an Hilfsgütern: Zelte, Decken, Babynahrung, Windeln, Spielzeug. Wir leisten unseren Beitrag zum dritten Mal, das zeigt, das Unternehmen engagiert sich dauerhaft und ist verlässlich, wir reden nicht lange drumherum, sondern wir handeln und packen mit an. (0’38)

2. Frage: „Wings on Wheels“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Daimler und „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“. Wie wichtig ist es für Daimler, einen starken, erfahrenen Partner in Sachen Flüchtlingshilfe an der Seite zu haben? Ohne Luftfahrt ohne Grenzen ginge das nicht, die wissen genau, wo die Nöte am schlimmsten sind und arbeiten auch sehr stark mit den Ärzten vor Ort zusammen. Sie helfen uns, die richtigen Güter zusammenzustellen. Ohne die könnten wir das aus eigener Kraft nicht machen. (0’21)

3. Frage: Daimler schickt acht Actros Sattelzüge mit insgesamt 120 Tonnen Hilfsgütern an Bord auf die Reise in die Türkei, da passt einiges an Hilfsgütern rein. Was bringen die Lkw denn konkret in die Flüchtlingscamps? Das sind vornehmlich Zelte, Decken, aber auch Babynahrung, Windeln, Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Dinge, die die Menschen dort sehr, sehr dringend brauchen. Das sind großangelegte Zeltlager, in denen bis zu einer Million Menschen leben, und da müssen wir mit Gütern helfen, nur die Güter können dort Nutzen stiften. Wir sind auch sicher, dass wir damit sehr große Wirkung erzielen, 100 Prozent von dem, was wir hier heute in Stuttgart absenden, kommt auch unten an. Es gibt keinen Schwund, es wird nichts abgezweigt, es kommt bei den Bedürftigen dort an, und deswegen ist es für uns sehr wertvoll. (0’42)

4. Frage: Die Hilfsgüter finanzieren sich zum Teil auch aus Spenden aus der Belegschaft. Das zeigt, dass das Thema Flüchtlingshilfe für die gesamte Daimler-Familie eine große Rolle spielt? Wir haben eine große Gemeinschaft an Mitarbeitern, die sich dem Thema auch annimmt. Der zweite Hilfskonvoi ging auf die Initiative einer Mitarbeitergruppe zurück, die gesagt hat, der erste reicht nicht, wir müssen nochmal zupacken. Wir konnten auf sehr viele Spenden zurückgreifen, die wir dann verdoppelt haben beim zweiten Hilfskonvoi. Auch diesmal sind wieder Spenden von Mitarbeitern eingeflossen und haben dazu beigetragen, dass wir diese acht Lkws jetzt auf die Straße bringen. (0’35)

5. Frage: Sie gehen in Sachen Flüchtlingshilfe als gutes Vorbild der Industrie voran. Gehören Projekte wie „Wings on Wheels“ einfach zur Philosophie von Daimler? Für uns ist Nachbarschaftshilfe, Unterstützung, ein guter Bürger zu sein, Teil des Unternehmensauftrags, wir verstehen uns als Teil der Gemeinschaft. Dort, wo Not ist, wollen wir anpacken. Das Sprichwort für unsere Mercedes Trucks heißt: Trucks you can trust. Zu diesem Vertrauen gehört auch: Wenn Not am Mann ist, packen wir mit an, nicht nur mit schönen Worten, sondern mit Taten. Diese acht Lkws sind ein Zeichen, dass wir das tun. (0’35)

Abmoderation:

Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand Daimler-Trucks, im Interview über den heute Vormittag gestarteten Hilfskonvoi „Wings on Wheels“ für syrische Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Daimler AG, Florian Martens, 0711 17 41525 all4radio, Jan Schmid, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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