Härtetest für Omnibusse im „polaren Kreisverkehr“ – Daimler prüft seine Busflotte beim Wintertest in Lappland auf Herz und Nieren MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Quelle: ots.Audio

Arvidsjaur/Lappland (ots) –

Anmoderation:

Ein zugefrorener See, minus drei Grad Celsius und Schnee, wohin das Auge reicht. Während der Winter bei uns in Deutschland schon so langsam dem Ende entgegengeht, bestimmt er im schwedischen Lappland noch den Alltag. Ideale Bedingungen, um die Busse von Daimler auf Herz und Nieren zu prüfen. Beim alljährlichen Wintertest in Arvidsjaur, 110 km südlich des Polarkreises, durften erstmals Fachjournalisten aus ganz Europa mit dabei sein und sich selbst davon überzeugen, dass Omnibusse wie zum Beispiel der Mercedes-Benz Tourismo, die Setra TopClass 500 oder der CapaCity L, auch unter Extrembedingungen sicher sind. Andreas Dingler ist Leiter des Fahrversuchs bei Daimler Buses, er kommt seit zwölf Jahren nach Lappland zum Wintertest:

O-Ton Andreas Dingler

Der Grund des Testes ist, dass eigentlich alle Funktionen, die wir im Fahrzeug haben, auch bei tiefen Temperaturen funktionieren müssen. Und zwar bis minus 25 Grad abgesichert, ohne Funktionseinschränkungen. Und die Grundfunktionen, alles, was sicherheitsrelevant und fahrrelevant sind, bis minus 40 Grad. Dafür ist es einfach notwendig bei tiefen Temperaturen zu fahren, auf einem niederen Reibwert auf Eis oder einer zugefrorenen Schneedecke. (0:29)

Während die Daimler Omnibusse über den riesigen zugefrorenen See im idyllischen Örtchen Arvidsjaur fahren, ist immer wieder das knacken des Eises zu hören. Ein leicht mulmiges Gefühl, denn unter uns liegt ein 200 Meter tiefer See. Doch die ein Meter dicke Eisschicht ist durch die Oberfläche geradezu perfekt für die Parcours- und Bremsfahrten der Stadt- und Überlandbusse, erklärt Andreas Dingler:

O-Ton Andreas Dingler

Das sind die Situationen, die kritisch werden können, wenn der Reibwert wechselt. Stellen Sie sich vor wir haben bei uns in Deutschland oder Mitteleuropa eine Situation, wo teilweise Schnee geräumt wird und teilweise ist die Straße frei. Wenn Sie mit dem Fahrzeug dort drauffahren, darf das nicht dazu führen, dass das Fahrzeug ins Schlingern oder Schleudern kommt. Und genau das wird hier simuliert. (0:21)

Technisch sind die Daimler Busse allesamt definitiv auf dem neuesten Stand. Auch, was die Fahrsicherheitssysteme angeht: vom active brake assist, über den Spurhalteassistenten bis hin zur Knickwinkelwinkelsteuerung, die besonders beim neuen langen Stadtbus CapaCity L zum Einsatz kommt. Wer mit dem Bus von A nach B fährt, muss sich selbst bei Eis und Glätte keine Gedanken machen. Das macht Gustav Tuschen, Entwicklungschef bei Daimler Buses, deutlich:

O-Ton Gustav Tuschen

Ganz vorne ist natürlich das Thema Bremse. Unsere elektronisch geregelte Bremse. Wir sind hier mittlerweile beim activ brake assist 3, also unsere dritte Generation, ABS ist ein Thema, ASR, also Antischlupfregulierung – das sind Systeme, die gerade hier hervorragend zum Einsatz kommen. (0:19)

Die Fachjournalisten zeigten sich begeistert von dem, was die Stadt- und Reisebusse alles leisten können und testeten sie bis zum Grenzbereich aus:

Umfrage

Man fühlt sich perfekt sicher und irgendwann ist ein winziger Unterschied, den man kaum bemerkt und das Fahrzeug macht schon irgendetwas. Wir haben jetzt nicht erlebt, wo wir das Gefühl hatten: Das war jetzt echt sehr haarig. Von daher fühle ich mich echt sicher. / Es ist immer eine äußerst spannende Geschichte, wenn man auf so schlüpfrigem Untergrund unterwegs ist und das unter so extrem winterlichen Fahrbedingungen. Aber man merkt auch ganz schnell die Grenzbereiche im Omnibus sind sehr, sehr schmal. Ein Bus ist lange sicher aber sobald man in die Grenzbereiche kommt, dann ist sofort Schluss. / Was da an neuer Technik verbaut wurde, war sehr beeindruckend und wenn man dann mal wirklich sieht, was mit den Bussen im Grenzbereich alles möglich ist, dann fühlt man sich deutlich sicherer, wenn man jetzt mal wieder Bus fährt. (0:49)

In den kommenden Tagen drehen die Daimler Busse ihre letzten Runden auf dem zugefrorenen See im nordschwedischen Lappland. Dann geht es für sie rund 3.000 Kilometer zurück ins Werk nach Neu-Ulm. Andreas Dingler, Leiter des Fahrversuchs, freut sich schon jetzt auf den nächsten Winter und die nächsten Tests. Denn er kommt immer wieder gerne in die zum Teil eisigkalte Region:

O-Ton Andreas Dingler

Minus 38 Grad, das war mein persönlicher Kälterekord. Da hatten wir mal einen Kaltstartversuch mit der neuen Euro VI-Motorengeneration. Und bei minus 38 Grad ist es fantastisch, wie ein Dieselmotor bei diesen Temperaturen innerhalb von fünf bis sechs Sekunden anspringt. Unglaublich! (0:16)

Abmoderation:

In Lappland hat in den vergangenen Tagen und Wochen der Winterfahrttest von Daimler Busses stattgefunden. Zum ersten Mal durften Fachjournalisten sich selbst überzeugen, unter welchen Extrembedingungen die Daimler Omnibusse fahren können.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Daimler, Udo Sürig, 0711 1751186 all4radio, Claudia Ingelmann, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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