Axel Schulz: „Die Kids trainieren hier auch nachts, damit sie wirklich definitiv von der Straße runterkommen“

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Quelle: ots.Audio

Berlin (ots) –

Seit elf Jahren werden im Laureus-Projekt „KICK on Ice“ in Berlin Jugendliche aus sozialen Brennpunkten betreut

MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Anmoderation

„Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern“ – dieser Satz von Nobelpreisträger Nelson Mandela ist die Kernbotschaft der Stiftung „Laureus Sport for Good Foundation“. Diese von Mercedes-Benz im Jahr 2000 gegründete Stiftung hat in 14 Jahren Außergewöhnliches erreicht: Allein in Deutschland und Österreich unterstützt die Stiftung 13 soziale Projekte mit bisher mehr als 50.000 Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten. Gestern Abend wurden beim Laureus Medien Preis in der Hauptstadt Journalisten und Medien für ihr Engagement für Laureus ausgezeichnet. Die Journalisten hatten aber auch die Gelegenheit, sich vor Ort selbst ein Projekt hautnah anzuschauen. Seit elf Jahren wird im Osten der Stadt, im ehemaligen Eislaufzentrum der DDR, jungen Menschen bei „KICK on Ice“ die Gelegenheit geboten, mehrmals wöchentlich Eishockey zu spielen. Ein Projekt, das hervorragend angenommen wird, sagt Dr. Jens Thiemer, Leiter Marketing Kommunikation Mercedes-Benz PKW:

1. O-Ton Dr. Jens Thiemer

Auch in Deutschland ist eine solche Hilfe nötig. Wir haben mit „KICK on Ice“ in Berlin ein tolles Projekt, was inzwischen pro Saison circa 180 Kinder und Jugendliche anspricht, sie nehmen die Möglichkeiten wahr, die sich bieten. Wir haben ein Mentorenprogramm, wir haben ältere Jugendliche, die dann in die Mentor- und Supporter-Rolle hineingehen. Die Kinder werden über „KICK on Ice“ selbstbewusster und können das, was sie im Sport lernen, in den Alltag transportieren. Das ist genau das, was Laureus Sport for Good transportieren möchte: Wir schaffen es, Kindern über diese Aktivitäten zu mehr Selbstvertrauen und zu mehr Kraft zu verhelfen. Das ist ein absolutes Vorzeigeobjekt. (0:44)

Weltweit sind fast 50 Millionen Euro in 100 Laureus-Projekte geflossen, die das Leben von fast zwei Millionen jungen Menschen verbessern. Die Stiftung widmet sich vor allem Problemen der heutigen Jugend: Armut, soziale Ausgrenzung, Gewalt, Gang-Bildung und Diskriminierung. Dass dieses Geld gut angelegt ist, davon konnten sich die Journalisten in Berlin überzeugen. Jan Kaminski, der Projektleiter von „KICK on Ice“:

2. O-Ton Jan Kaminski

Das sind Jugendliche, die relativ benachteiligt sind, aus verschiedenen Gründen. Und die, dadurch hervorgerufen, nicht so wirklich den Sprung in den deutschen Vereinssport schaffen, speziell bei dieser Sportart. Und durch einmal Training die Woche, teilweise einmal Training alle 14 Tage, merkt man relativ zügig, dass die Kids motivierter in den Tag gehen, dass sie auch merken, dass man gedachte unmögliche Sachen dann doch bewältigen kann mit so ein bisschen Anspannung, und dass ihnen einfach mal gesagt wird, dass sie auch sehr, sehr viel richtig machen. (0:35)

Und Lob ist für die Kids etwas, das sie leider viel zu selten zu hören bekommen. Außerdem stärkt „KICK on Ice“ das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Kinder lernen sich an Regeln zu halten und Rücksicht auf andere zu nehmen. Und sie können sich beim Eishockey total auspowern. Kein Wunder, dass manche Kids schon seit fünf Jahren mit Feuereifer dabei sind:

3. O-Ton Umfrage

Es macht großen Spaß, dass man sich auspowern kann, es macht Spaß, auf dem Eis so zu fahren, macht Spaß mit den Freunden zu fahren und sowas. „KICK on Ice“ ist ein sehr tolles Projekt. Ohne Laureus hätte ich bestimmt immer noch keinen Sport gefunden und würde immer noch drin hängen vor der Konsole. – Unsere Lehrerin hat uns das hier angeboten und dann wollten es ein paar Kinder, und es wurden halt immer mehr. Ich war noch nie Schlittschuhfahren und beim ersten Mal konnte ich es schon ein bisschen, obwohl ich gar nicht wusste, dass ich es kann. Ich finde „KICK on Ice“ ganz super. (0:31)

Einer, der auch immer wieder mal im Eisstadion vorbeischaut, ist Ex-Boxer und Laureus-Botschafter Axel Schulz. Der gebürtige Berliner ist überzeugt, dass es kaum ein besseres Beispiel für erfolgreiche Laureus-Arbeit gibt:

4. O-Ton Axel Schulz

Das Faszinierende daran ist, dass Du zum einen verschiedene Altersgrenzen hast und dass die Kids auch abends oder nachts mal trainieren dürfen, dass sie halt wirklich definitiv von der Straße runter kommen. (0:11)

Verstärkung bekam Axel Schulz von einem weiteren ehemaligen Leistungssportler. Stefan Blöcher ist Deutschlands erfolgreichster Hockey-Nationalspieler. 259 Mal hat er in der Nationalmannschaft gespielt, war viermal Europameister und hat bei zwei Olympischen Spielen jeweils Silber geholt. Dass er auch auf dem Eis mit dem Schläger umgehen kann, das hat er den Kids in Berlin gezeigt. Auch er engagiert sich für die Laureus-Projekte:

5. O-Ton Stefan Blöcher

Wir haben das Glück gehabt, über Sport etwas erreichen und ein bisschen was bewegen zu können. Diese strahlenden Kinderaugen, die hier auf dem Eis herum rutschen, das ist toll und das ist ein Wahnsinns-Projekt, gerade hier in Berlin-Mitte, wo es eigentlich an allen Ecken brennt. Hier Kinder von der Straße zu bekommen, mit dem Aufwand – Eishockey ist eine der aufwändigsten Sportarten: Anziehen, Klamotten, Eis machen -, also das ist schon eine Wahnsinns-Sache. Aber wenn ich hier so sehe, wie die Kinder dabei sind, perfekt, und das ist eigentlich genau das, was Laureus ausmacht. (0:28)

Abmoderation:

Nelson Mandela hat Recht: „Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern“. Das beweist das Laureus-Projekt „KICK on Ice“ seit elf Jahren.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Mercedes-Benz, Claudia Merzbach, 0711 17 95379 all4radio, Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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