„Man kann sich vorstellen, was es für die Zukunft bedeutet, wenn all diese neuen Mercedes-Kunden nachhaltig Mercedes-Kunden bleiben“

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Quelle: ots.Audio

Detroit (ots) –

Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche zieht bei der Detroit Motor Show positive Bilanz für das Jahr

INTERVIEW MIT DR. DIETER ZETSCHE

Anmoderation:

In Detroit hat gestern (Montag, 13.01.2014) mit dem ersten Pressetag die traditionelle North American International Auto Show begonnen. Bei Mercedes-Benz standen bei der Pressekonferenz am Morgen gleich mehrere Autos im Fokus: Highlight ist in diesem Jahr natürlich die neue C-Klasse, die in Detroit Weltpremiere feiert. Viel beachtet von den Tausenden Journalisten sind aber auch der GLA 45 AMG oder das neue Flaggschiff der S-Klasse, der S 600, der die Tradition der 600er in den 60er Jahren fortsetzt. Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche nutzte wie in den Vorjahren die Gelegenheit, um die aktuellen Umsatzzahlen des Jahres 2013 und die Zahlen des US-Marktes zu präsentieren. Am Rande der Pressekonferenz in Detroit haben wir uns mit Dr. Dieter Zetsche unterhalten:

Interview Dr. Dieter Zetsche

1. Herr Dr. Zetsche, wie in jedem Jahr trifft sich die Automobilbranche zum Jahresanfang in Detroit. Bevor wir über das neue Jahr reden: Wie war 2013 für die deutsche Automobilindustrie? Wir hatten insgesamt ein sehr gutes Jahr, getrieben von neuen Produkten, die hervorragend im Markt angekommen sind, und hier ist jetzt der Auftakt zum neuen Jahr, das wiederum verspricht, sehr erfreulich zu werden, natürlich in erster Linie durch die C-Klasse, die in diesem Jahr in den Markt eingeführt wird. (0:18)

2. Wie wichtig ist für Mercedes-Benz die North American International Auto Show? Zum Einen ist für uns der amerikanische Markt immer noch der Markt, in dem wir am meisten Mercedes-Fahrzeuge absetzen, und zweitens sind wir mit unserem Absatz hier die erfolgreichste Premium-Marke. Beides zusammen genommen definiert natürlich den Stellenwert des amerikanischen Marktes. Hinzu kommt, dass wir die neue C-Klasse auch hier in den USA produzieren werden. Alles zusammen macht den heutigen Tag, mit der Vorstellung der neuen C-Klasse in Detroit, natürlich besonders wichtig. (0:28)

3. Sie werden die neue C-Klasse an vier unterschiedlichen Produktionsstandorten produzieren. Was war der Grund für diese Entscheidung? Die C-Klasse ist für uns das Fahrzeug, das für uns das größte Volumen mit sich bringt und das in der Nachfragestruktur absolut international aufgestellt ist. Deshalb macht es natürlich Sinn, dort, wo jeweils die Nachfrage ist, das Fahrzeug auch zu produzieren, und das ist eben China, das ist Südafrika – nicht primär für den südafrikanischen Markt, sondern für das Umfeld dort -, das ist natürlich Europa aus Bremen, und das ist eben Nordamerika aus Tuscaloosa. (0:28)

4. Von der jetzt abgelösten C-Klasse sind seit 2007 über 2,7 Millionen Fahrzeuge produziert und verkauft worden. Kann das die neue C-Klasse toppen? Die neue C-Klasse ist in allen relevanten Eigenschaften dem bisherigen Fahrzeug deutlich überlegen, und was viel wichtiger ist, setzt viele Benchmarks im Segment, im Vergleich zum Wettbewerb. Gleichzeitig sehen wir nach wie vor auch Wachstum in diesem Segment, besonders getrieben durch Merchant Markets, allen voran China, und deshalb gibt es natürlich eine Chance, dass wir mit der neuen Baureihe die sehr guten Absatzerfolge der bisherigen Generationen noch übertreffen können. (0:31)

5. Sie haben in den letzten Jahren ihre Modellpalette konsequent verjüngt. Macht sich das schon bemerkbar? In den USA haben wir beispielsweise mit dem CLA, dem ersten Kompakten, der hier eingeführt wurde, sensationelle Erfolge. Wir haben über 80 Prozent der Kunden als neue Kunden bei uns, die von Fremdmarken kamen, vorher keinen Mercedes gefahren sind, das ist ein Traumwert. Diese Kunden sind in vielen Fällen auch viel jünger als unsere traditionellen Kunden, wir haben hier viele zwischen 20- und 30-Jährige, die mit dem CLA ihren ersten Mercedes erwerben. Wenn man hinzufügt, dass wir in den USA seit nahezu eh und je die Marke mit der höchsten Loyalität sind, kann man sich vorstellen, was es für die Zukunft bedeutet, wenn diese neuen Mercedes-Kunden dann auch nachhaltig Mercedes-Kunden bleiben, das sind tolle Perspektiven. (0:45)

6. Lassen Sie uns über 2014 reden, das gerade begonnen hat. Was erwarten Sie von diesem Jahr? Wenn wir hier bei dem amerikanischen Markt bleiben, dann erwarten die Auguren auch hier eine Steigerung von etwa fünf Prozent, also von 15,6 auf 16,4 Millionen Jahresabsatz. Wir sehen in Europa das Ende der Abwärtsbewegung, eine leichte Erholung, ein bis zwei Prozent, in der Größenordnung. Wir glauben, dass in China das Wachstum wieder leicht zweistellig sein kann, so dass wir insgesamt in der Welt eine Größenordnung von knapp fünf Prozent für realistisch halten. (0:31)

7. Sie haben schon vor einiger Zeit angekündigt, dass Ihr Unternehmen bis 2020 Absatz-Spitzenreiter bei Oberklassefahrzeugen sein wird. Sind Sie im Plan? Nun, wir sehen ja, dass die Modelle, jetzt zum Teil in Ablösung existenter Fahrzeuge, wie jetzt der C-Klasse, oder auch in Ergänzung des Produktprogrammes, wie beispielsweise mit dem CLA, im Markt hervorragend ankommen, uns deutliche Wachstumsimpulse geben. Vor dem Hintergrund kann man sich vorstellen, was die nach dem GLA noch vor uns liegenden zwölf zusätzlichen Fahrzeuge, über die abzulösenden Fahrzeuge hinaus, bis zum Jahrzehntende für uns an weiteren Möglichkeiten öffnen werden. Insofern sind wir sehr, sehr zuversichtlich, dass das angestrebte Ziel, spätestens dann weltweit wieder vorne zu sein, realistisch ist. (0:42)

Abmoderation:

Daimler-Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche im Interview am ersten Pressetag bei der Detroit Motor Show, die am Montag (13.01.2014) begonnen hat.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Ansprechpartner: Mercedes-Benz, Wolfgang Zanker, Claudia Merzbach 0711 17 95379 all4radio, Hermann Orgeldinger 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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