Mercedes-Benz stellt auf der IAA in Hannover innovative Aerodynamik-Konzepte vor

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Quelle: ots.Audio

Hannover (ots) – In Zeiten extrem hoher Spritpreise sind wir Autofahrer nicht nur beim Tanken preisbewusster geworden, sondern achten auch beim Fahren darauf, möglichst wenig Benzin oder Diesel zu verbrauchen. Doch was beim Autofahrer ein paar Euro pro Tankfüllung bringt, läppert sich beim Lastwagen ganz gehörig. Durch Studien hat Mercedes-Benz herausgefunden, dass ein Lastwagen, der im Jahr 150.000 Kilometer unterwegs ist, durch Aerodynamikmaßnahmen deutlich sparsamer wird. Eigentlich ganz logisch, sagt Georg Weiberg, der Entwicklungschef bei Daimler Nutzfahrzeuge:

O-Ton Georg Weiberg

Für die Umwelt ist ganz klar: Wenn Sie den Kraftstoffverbrauch reduzieren, haben Sie weniger CO2 und weniger Umweltverschmutzung. Auch die Emissionen sind logischerweise geringer, wenn Sie weniger Kraftstoff verbrauchen. Das ist es eigentlich. (0:14)

Aufgabe für die Ingenieure war es, kein futuristisches Design zu entwickeln, vielmehr sollten Fahrzeug und Auflieger ohne jede Einschränkung praxisgerecht sein. Was herauskam war gelinde gesagt sensationell. Durch die Aerodynamikmaßnahmen sparen Transportunternehmer richtig bares Geld.

O-Ton Georg Weiberg

Wir haben Einsparpotentiale von etwa 2000 Liter Dieselkraftstoff, dass bedeutet 3.000,00 Euro Kosten und damit auch noch zusätzlich 5 Tonnen CO2-Emmissionsreduzierung. Was ja auch nicht zu vernachlässigen ist. Unterstellt natürlich bei einer km-Leistung pro Jahr von etwa 150.000 km. (0:21)

Aerodynamik-Maßnahmen lohnen sich also. Wobei die Mercedes-Ingenieure bei ihren Untersuchungen feststellen mussten, dass beim Zugfahrzeug nicht mehr viel zu optimieren ist. Der neue Schwerlastwagen Actros ist bereits aerodynamisch optimiert. Er wird lediglich mit Luftleitkörper auf dem Dach, Kantenklappen an der Seite und Seitenverkleidungen zwischen den Achsen ausgestattet. Also wurde der Trailer unter die Lupe genommen. Und hier gibt es noch jede Menge Potential, sagt Georg Weiberg:

O-Ton Georg Weiberg

Die Aerodynamik zu optimieren, da müssen Sie immer das Gesamtsystem betrachten. Das heißt, das Fahrerhaus, also das Zugfahrzeug und den Trailer. Wir haben herausgefunden, sie können also das Fahrerhaus aerodynamisch optimieren wie Sie wollen, wenn Sie hinten dann einen Trailer haben, der nicht aerodynamisch ist, dann bringt das Ganze nur begrenzte Verbesserungen. Deshalb haben wir jetzt das Gesamtsystem betrachtet und haben den Trailer ebenfalls optimiert. (0:34)

Um sage und schreibe 18 Prozent sank durch die unterschiedlichen Aerodynamikmaßnahmen am Trailer der Luftwiderstand. Wobei die Ingenieure dafür einiges verändern mussten, erläutert der Daimler Entwicklungschef:

O-Ton Georg Weiberg

Wir haben beim Trailer Seitenverkleidungen angebracht, wir haben glatte Seitenwände. Wir haben die Ecken abgerundet, wir haben sogenannte Endkantenklappen eingeführt, weil gerade der Strömungsabriss am Ende des Fahrzeugs entscheidend ist für die Fahrwiderstände. Und wir haben natürlich auch den Übergang vom Fahrerhaus zum Trailer, den Dachspoiler und so weiter, absolut optimiert auf den Trailer, sodass wir ein aerodynamisches Gesamtsystem haben und das bringt, wie gesagt, bis zu 18% des Luftwiderstandes und daraus resultieren eben wieder 6% Kraftstoffeinsparung. (0:35)

Abmoderation:

Durch Aerodynamik-Maßnahmen können Lastwagen Sprit sparen und die Umwelt schonen. Mercedes-Benz hat die Aerodynamik aktueller Fahrzeugkonzepte untersucht und zwei innovative und zugleich praxisgerechte Lösungen entwickelt. Diese sind mit vergleichsweise günstigem Aufwand kurzfristig in der Fläche umsetzbar. Auf der IAA Nutzfahrzeuge wird ein Sattelzug gezeigt und ein Aerdodynamic Truck.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Daimler AG, Heinz Gottwick, 0711 17 41525 all4radio, Herman Orgeldinger, 0711 3277759 0

Quelle: news aktuell GmbH

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