Ford Transit „schwimmt“ aus der Türkei mit Autoschiffen bis zum Kölnischen Kunstverein

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Köln (ots) – Eine Schiffsreise von mehr als 5.500 Kilometern hat
der lichtblaue Ford Transit des Baujahres 1976 hinter sich, der am
Donnerstag, 8. September 2005, im Köln-Niehler Ölhafen an den
Kölnischen Kunstverein übergeben wurde. Der Ford Transit ist
wichtiges Exponat der Ausstellung „Projekt Migration“, die am 30.
September 2005 eröffnet und bis zum 15. Januar 2006 in der Kölner
Innenstadt zu sehen sein wird.

Die Ausstellung weist mit Dokumenten, historischen Fotografien und
Filmen sowie aktuellen künstlerischen Arbeiten auf die Bedeutung der
Migration für Europa und Deutschland in den Jahren ab 1955 hin. Die
Schau im Kölnischen Kunstverein und an zwei weiteren Orten in der
Innenstadt Kölns wird als Initiativprojekt der Kulturstiftung des
Bundes vom Kölnischen Kunstverein getragen, der sich in
Zusammenarbeit mit dem „Dokumentationszentrum und Museum für
Migration in Deutschland“ (DOMiT) und 70 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern mit den Wanderungsbewegungen unter anderem zwischen
der Türkei und Deutschland beschäftigt hat.

Der Ford Transit mit dem Kilometerstand 1.760.000, den DOMiT in
Istanbul-Kadikoy entdeckte, bildet die gedankliche Verbindung
zwischen der Ausstellung „Projekt Migration“, der Ford-Werke GmbH,
Deutschland und der Türkei. Er wurde vom Ford-Werk Kocaeli aus
zwischen vielen Ford Transit-Neufahrzeugen mit den
Spezial-Autoschiffen aus der Türkei bis Vlissingen und von dort über
den Rhein und das Logistikzentrum Neuss bis Niehl transportiert.

Ford und das Land am Bosporus sind seit über 40 Jahren in
besonderer Weise miteinander verbunden: Ab 1961 begann Ford als
erstes Unternehmen in Deutschland mit der Anwerbung von türkischen
Mitarbeitern. 1978 gab es mit rund 12.000 die größte Anzahl der
türkischen Beschäftigten. Heute stellen die Türken mit rund 4.000 den
größten Anteil der 57 Nationen unter den 25.700 Ford-Beschäftigten in
Köln und in Saarlouis.

Während all dieser Jahre seit 1961 diente die Modellreihe Ford
Transit – sie feierte erst kürzlich den 40. Geburtstag und den
Produktionsrekord mit fünf Millionen Einheiten – als
„Transportbrücke“ zwischen Köln, Saarlouis und der fernen Heimat
vieler türkischer Ford-Beschäftigten. Die türkischen Arbeitsmigranten
nutzten den Kleintransporter für alltägliche Fahrten in Köln ebenso
wie bei den Werkferien für die Heimfahrten in die Türkei. So waren
auf der legendären Transitstrecke, dem Autoput (Europastraße 5), von
München über Salzburg, Zagreb, Belgrad und Sofia nach Istanbul viele
Ford Transit unterwegs. Manche der Migranten verkauften die Ford
-Transit in der Türkei; Rückkehrer machten sich als Chauffeure von
Sammeltaxis, den so genannten „Dolmus“, in ihrer ursprünglichen
Heimat selbstständig.

Heute wird die Beziehung zwischen Ford in Köln, dem Ford Transit
und der Türkei weitergeführt. Seit 2001 werden Ford Transit und
Transit Connect im neu errichteten Fahrzeugmontagewerk in Kocaeli
gebaut, bereits 1969 begann die Transit-Produktion in Istanbul.

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen:
Bernd F. Meier, Telefon: 0221-90-17520; E-Mail: bmeier1@ford.com

Quelle: news aktuell GmbH

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