Ford-Ethanolautos jetzt auch in Deutschland / Focus FFV und Focus C-MAX FFV ab August bestellbar – Aufpreis: 300 Euro

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Köln (ots) –

Alkohol tanken, die Umwelt entlasten – das können
Autofahrer demnächst auch in Deutschland. Nach dem großen Erfolg des
Ford Focus Ethanol in Schweden, wird Ford als erster
Automobilhersteller diese innovative und umweltfreundliche
Antriebstechnologie nun auch in Deutschland anbieten – und damit auf
dem wichtigsten europäischen Markt. Ab Mitte August sind der Ford
Focus FFV (FFV = Flexible Fuel Vehicle) und der Kompakt-Van Ford
Focus C-MAX FFV bei jedem Ford-Händler bestellbar. Beide Fahrzeuge
können sowohl Superbenzin, als auch Bio-Ethanol (ein Alkohol), als
auch jede beliebige Benzin-Ethanol-Mischung tanken. Ford bietet die
FFV-Technologie für unter 18.000 Euro an: Der Ford Focus FFV kostet
ab 17.975 Euro (Limousine, 5-türig), der Ford Focus C-MAX FFV ab
19.525 Euro (jeweils Ausstattungsvariante „Ambiente“, unverbindliche
Preisempfehlung ab Werk inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer). Der
Aufpreis für die FFV-Technologie beträgt somit jeweils nur 300 Euro.

Dr. Wolfgang Schneider, Vizepräsident von Ford Europa, zuständig
für Umwelt: „Die FFV-Technologie von Ford ist umweltfreundlich,
kostengünstig und in der Praxis bestens bewährt. Ford FFV-Autos
reduzieren die CO2-Emissionen, schonen die fossilen Ressourcen und
verringern damit die Abhängigkeit vom Mineralöl. Der neue Ford Focus
FFV und der Ford Focus C-MAX FFV leisten somit einen wertvollen
Beitrag zu nachhaltiger Mobilität“.

Die Ford-Ethanol-Fahrzeuge in Deutschland

Der Ford Focus FFV und der Ford Focus C-MAX FFV sind mit einem
speziell für den Ethanolbetrieb optimierten 1,8-Liter-Duratec-16
V-Motor (92 kW / 125 PS) ausgerüstet.

Die FFV-Technologie dieser Fahrzeuge unterscheidet sich nur
geringfügig von der „konventioneller“ Benziner:

– Ventile und Ventilsitze des 1,8-Liter FFV-Motors sind aus
härterem Stahl. Außerdem bestehen alle kraftstoffführenden Teile und
auch der Kraftstofftank selbst aus besonders korrosionsbeständigen
Materialien.

– Das Motormanagement erkennt das
Benzin-Ethanol-Mischungsverhältnis und passt die Zündzeitpunkte
automatisch daran an. Im Unterschied zu bivalenten Fahrzeugen mit
ihren separaten Kraftstofftanks ist ein eigener Ethanoltank nicht
erforderlich, es genügt der serienmäßige 55-Liter-Tank.

– Eine effektive Zylinderblock-Vorwärmung stellt sicher, dass sich
die FFV-Autos auch bei Temperaturen unter minus 15 Grad Celsius
problemlos starten lassen – denn Ethanol hat schlechtere
Kaltstarteigenschaften als Benzin.

Sehr gute CO2-Bilanz

Da Bio-Ethanol aus Pflanzen (zum Beispiel Getreide, Zuckerrüben,
Holz) sowie aus sonstiger Biomasse gewonnen wird – und damit aus
nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen – liegt der hauptsächliche
Umweltvorteil der Ford Ethanol-Fahrzeuge in der Verringerung der
CO2-Emissionen. Denn anders, als bei der Verbrennung von Kraftstoffen
auf Mineralölbasis, ist die Verbrennung des Kraftstoffs Bio-Ethanol
im Idealfall CO2-neutral, da Teil eines geschlossenen CO2-Kreislaufs:
Das beim Verbrennen freiwerdende CO2 war der Atmosphäre zuvor bei
der Photosynthese, also beim Wachstum der Pflanzen, entzogen worden.
Die Biomasse, aus der Ethanol gewonnen wird, hat also CO2
gespeichert. Die CO2-Bilanz im Ethanolbetrieb, ganzheitlich über den
gesamten Lebenszyklus betrachtet („well-to-wheel“), liegt um bis zu
80 Prozent unter den CO2-Emissionen im Benzinbetrieb.

Günstige gesetzliche Rahmenbedingungen

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für alternative Kraftstoffe aus
Biomasse sind günstig in Deutschland: Die Bundesregierung hat
sämtliche Bio-Kraftstoffe, darunter auch Bio-Ethanol als direkten
Kraftstoffzusatz, von der Mineralölsteuer befreit, und zwar zunächst
befristet bis Ende 2009. Begründet wurde diese Maßnahme vor allem mit
dem Klimaschutz, der Förderung der Landwirtschaft und dem Bestreben,
die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu vermindern.

Die EU-Kommission will mit einer 2003 verabschiedeten Richtlinie
den Mindestanteil von Bio-Kraftstoffen in Motorkraftstoffen von zwei
Prozent im Jahr 2005 auf 5,75 Prozent im Jahr 2010 steigern. Die
Kommission versteht dies als Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem sie
ihre Verpflichtungen erfüllen will, die sie im Kyoto-Protokoll zum
Abbau der Treibhausgas-Emissionen eingegangen ist.

Die Ford Ethanol-Fahrzeuge in Schweden

Der neue Ford Focus FFV und der Ford Focus C-MAX FFV lösen in
Schweden den Ford Focus FFV der ersten Generation ab – Europas erstes
und bislang einziges Ethanol-taugliche Serienfahrzeug.
Markteinführung dieser im Ford-Werk Saarlouis ausschließlich für
Schweden produzierten ersten FFV-Generation (ausgerüstet mit einem
1,6-Liter-Motor) war im Dezember 2001. Seitdem wurden in Schweden
über 15.000 Ford Focus FFV verkauft. In den Jahren 2003 und 2004
waren je über 80 Prozent aller umweltfreundlichen Fahrzeuge, die dort
abgesetzt wurden, Ford Focus FFVs. Der in Schweden übliche Kraftstoff
E-85 (85 Prozent Ethanol, 15 Prozent Benzin) ist dort inzwischen an
mehr als 140 öffentlichen Tankstellen verfügbar, zudem an vielen
Firmentankstellen zur Bedienung eigener Fuhrparks. Die Zahl der
schwedischen Ethanol-Tankstellen soll auf 600 bis zum Jahr 2006
steigen.

Hinweis für die Redaktionen
Bilder vom Ford Focus FFV sind kostenlos im Internet unter
www.presseportal.de abrufbar.

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen:
Isfried Hennen, Telefon: (02 21) 901-7512, E-Mail: ihennen1@ford.com

Quelle: news aktuell GmbH

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