„Goldener Vogel“: Anflug aufs Stadtmuseum

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Köln (ots) –

Das Kunstwerk „Goldener Vogel“ von HA Schult ist am Montag, 2. Mai
2005, nach mehrwöchiger Restaurierung auf den Turm des Kölnischen
Stadtmuseums zurück geflogen. Der Flügel-Fiesta hatte sein Nest
verlassen und war Anfang April in einer aufwändigen Aktion zur
Überholung ins Ford-Werk Köln-Niehl gebracht worden. Zwölf
Ford-Auszubildende hatten den Fiesta in mehrwöchiger Arbeit einer
gründlichen Inspektion und Reparatur unterzogen.

Der „Goldene Vogel“, ein zum Kunstwerk verfremdeter Ford Fiesta,
war im April 1989 im Rahmen der zweiwöchigen spektakulären
Kunstaktion „Fetisch Auto“ von dem Künstler HA Schult geschaffen
worden, die damals in Köln weit mehr als 500.000 Besucher anzog. HA
Schult ließ einen Ford Fiesta in einem riesigen Eisblock auf der
Domplatte einfrieren, einer der Ford Fiesta schwamm auf den Wogen des
Rheins und eine weitere Karosse schwebte per Hubschrauber rund um den
Kölner Dom.

Der „Goldene Vogel“ landete schließlich am 25. April 1991 auf dem
Turm des Kölnischen Stadtmuseums. Anfangs noch als Kunstwerk
umstritten und von dem ehemaligen Kölner Regierungspräsidenten Franz
Josef Antwerpes mehrere Jahre lang kritisiert, ist der „Goldene
Vogel“ inzwischen zum Liebling vieler Kölner und darüber hinaus zum
Publikumsmagneten des Kölnischen Stadtmuseums sowie zum Fotomotiv für
Touristen in Köln geworden. Wenngleich bei einer Internet-Umfrage des
„Kölner Stadt-Anzeiger“ die Mehrheit für die Rückkehr des „Goldenen
Vogels“ zum Stadtmuseum gestimmt hatte, war in den vergangenen Wochen
die Diskussion um den „Goldenen Vogel“ unter Denkmalschutz-Experten
erneut entbrannt.

Der „Fügel-Fiesta“ hatte sein Nest vorübergehend verlassen müssen,
da Fachleute bei einer Routineuntersuchung Risse in der
Kunststoffschale, Rostbefall und Schäden an der Befestigung entdeckt
hatten. Diese Schäden wurden durch zwölf Auszubildende im Beruf
Teilezurichter in der Lehrwerkstatt der Ford-Werke GmbH in Köln-Niehl
beseitigt. Den aufwändigen Sonder-Transport durch Köln mit
Polizeibegleitung übernahm die Firma Colonia Spezialfahrzeuge.

Der „Goldene Vogel“ ist 6,20 m lang, 3,50 m hoch und zehn Meter
breit. Sein Gesamtgewicht beträgt vier Tonnen. Jeder Flügel wiegt 800
Kilogramm, die Ford Fiesta-Karosse 200 Kilogramm. Der Motorraum ist
mit 1,2 Tonnen schweren Eisenbahnschienen belastet. Die Skulptur ist
frostsicher bis minus 50 Grad Celsius, hitzebeständig bis plus 100
Grad Celsius und sturmsicher bis Windstärke 12.

Die Flügel des „Goldenen Vogels“ wurden aus glasfaserverstärktem
Polyesterharz (GFK) mit zehn Zentimeter Wandstärke geformt und sind
mit Polyurethanschaum gefüllt. Als Körper des „Goldenen Vogels“ wurde
ein Ford Fiesta des Baujahres 1990 verwendet. Die Karosse wurde
entkernt und mehrschichtig mit Epoxidharz ausgekleidet. Die
Außenflächen sind mit Zinkchromat und Acrylmetalllack überzogen und
erhielten eine spezielle Fixierschicht, die das Denkmal schmutzfrei
hält. Das „Nest“ des Goldvogels, der Treppenturm des Kölnischen
Stadtmuseums, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Er hat eine Höhe von 20
Meter und einen Durchmesser von 3,50 Meter.

Im Internet: www.haschult.de und www.museenkoeln.de
Hinweis an die Redaktionen: Dazu ist ein aktuelles Foto verfügbar
unter
www.presseportal.de, Stichwort: Ford-Werke GmbH

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen:
Bernd F. Meier, Tel.: 0221/90-17520, E-Mail: bmeier1@ford.com

Quelle: news aktuell GmbH

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