Fiat Gruppe – Konsolidierte Ergebnisse für das Dritte Quartal und die ersten neun Monate 2002

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Turin / Frankfurt (ots) –

Finanztabellen und Grafik liegen in der digitalen
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Der Vorstand der Fiat S.p.A. hat heute in Turin unter Vorsitz von
Paolo Fresco die konsolidierten Ergebnisse der Unternehmensgruppe für
das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2002 festgestellt.

Im Laufe der Sitzung hat der Verwaltungsrat darüber hinaus die
Neukapitalisierung von Fiat Auto S.p.A. durch die Fiat Auto Holdings
B.V. überprüft und sich zugunsten einer Erhöhung bis zu 2,5
Milliarden Euro ausgesprochen.

Die wichtigsten Ereignisse

Wie vorgesehen wurde die Geschäftsentwicklung der Fiat Gruppe im
dritten Quartal 2002 sowohl durch die traditionell ungünstige
Saisonalität der wichtigsten Geschäftsfelder, als auch durch den
Rückgang der Automobilmärkte weltweit negativ beeinflusst. Das
Zusammenspiel dieser negativen Faktoren hat sich auf die Rentabilität
der Gruppe, insbesondere auf Fiat Auto, ausgewirkt.

Hervorzuheben ist dennoch, dass Fiat Auto, trotz der
enttäuschenden Leistung in diesem Quartal, mit dem Rückgang der
Verluste im September schon die ersten positiven Auswirkungen aus den
zu Jahresbeginn eingeleiteten Maßnahmen zur Rückgewinnung der
Rentabilität spürt.

Das Engagement zur Wiederherstellung eines
Rentabilitätsgleichgewichts im Automobilbereich wird durch den
Industrie- und Umstrukturierungsplan noch weiter unterstützt werden.
Durch diesen Plan, der Anfang Oktober angekündigt worden ist, wird
Fiat Auto durch Beschleunigung der Produktinnovationspläne,
Verstärkung des Vertriebsnetzes und Kostensenkung in der Lage sein,
ab 2003 schneller und flexibler auf Marktentwicklungen zu reagieren.
Mit Investitionen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe
von 10% des Umsatzes ist dieser Plan auf die Sanierung und auf die
Neuausrichtung des Unternehmens ausgerichtet: Ziele, die von der Fiat
Gruppe mit größter Entschlossenheit verfolgt werden. In dieser
Richtung geht auch die anstehende Kapitalerhöhung von Fiat Auto
S.p.A..

Auch im dritten Quartal des Jahres hat die Gruppe weitere Schritte
zur Stärkung der Finanzlage und zur Verringerung der Verschuldung
unternommen. In diesem Zusammenhang fallen der Verkauf der
Aluminiumsparte von Teksid und der Beteiligung an Europ Assistance
sowie das Abkommen für die Veräußerung der 14%-Beteiligung an
Italenergia Bis. Zu diesen Maßnahmen kommen noch der Kredit der
wichtigsten Gläubigerbanken über 3 Milliarden Euro sowie das Darlehen
über 1,15 Milliarden Euro hinzu, das von einem Bankkonsortium unter
der Leitung der Citigroup gewährt wurde. Dieses steht in Zusammenhang
mit der Put-Option von Fiat gegenüber EDF auf ihrem restlichen Anteil
an Italenergia Bis.

Die Quartalsergebnisse

Im dritten Quartal 2002 hat sich der saisonalbedingte Rückgang der
Umsätze, durch das anhaltende niedrige Wachstum der internationalen
Konjunktur und dessen Auswirkungen auf die Marktentwicklungen, noch
mehr ausgeweitet.

Der konsolidierte Umsatz der Gruppe lag im dritten Quartal bei
11.987 Millionen Euro. Der Rückgang um 4,4% gegenüber dem dritten
Quartal des letzten Jahres (12.535 Millionen Euro) ist hauptsächlich
auf die Verringerung der Verkaufsvolumina um 10% von Fiat Auto
zurückzuführen.

In diesem Quartal verzeichnete die Gruppe einen betrieblichen
Verlust von 339 Millionen Euro (im Vorjahr 35 Millionen Euro Gewinn).
Das Ergebnis berücksichtigt den Verlust von 340 Millionen Euro von
Fiat Auto, der zwar immer noch hoch ist, jedoch im Vergleich zu den
vorherigen Quartalsergebnissen des Jahres angesichts der besseren
Marktentwicklung vom September niedriger ausfällt. In diesem Monat
lag das Betriebsergebnis bei -51 Millionen Euro.

Der Nettoverlust der Gruppe vor Berücksichtigung Anteile Dritter
lag bei 413 Millionen Euro gegenüber einem Gewinn von 160 Millionen
Euro aus dem dritten Quartal 2001. Würde man die Auswirkungen der
außerordentlichen Positionen durch die Abtretungen außer Acht lassen,
hätte das Nettoergebnis der Gruppe vor Berücksichtigung Anteile
Dritter dem Ergebnis aus demselben Zeitraum des Vorjahres
entsprochen.

Die Nettoverschuldung per 30. September belief sich auf 5.844
Millionen Euro, was im Wesentlichen, trotz des saisonal bedingt
erhöhten Liquiditätsbedarf der Geschäftsbereiche, dem Wert per Ende
Juni entspricht. Dieser Bedarf ist unter anderem durch die positiven
Auswirkungen der Portfolio Veräußerungen ausgeglichen worden.

Fiat Auto

Im dritten Quartal 2002 war der Automobilmarkt weiterhin schwach.
In Europa war er gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um 2,3%
rückläufig. In Italien wurde der Nachfragerückgang (-3%) durch die im
Juli von der Regierung erlassenen Steuererleichterungen für
umweltfreundliche Fahrzeuge abgeschwächt. Der brasilianische Markt
ist nach einer langen Krise wieder im Aufschwung (+6,8%), dasselbe
gilt auch für Polen (+9,7%).

Die ungünstige Entwicklung der Nachfrage, insbesondere auf einem
für Fiat Auto so wichtigen Markt wie Italien, ist einer der Gründe
des Umsatzrückgangs um 10,2% gegenüber dem dritten Quartal 2001 auf
4.664 Millionen Euro. Zum Rückgang der Verkaufsvolumina hat
zusätzlich die Entscheidung beigetragen, die Qualität der Verkäufe zu
verbessern: um die Rentabilität zu erhöhen, wurde die Nutzung weniger
gewinnträchtigen Verkaufskanäle verringert. Die Verkaufsentwicklung
bei den leichten Nutzfahrzeugen bleibt weiterhin, insbesondere in
Italien, sehr positiv.

Der Marktanteil für Pkw lag in Italien bei 29,4% und stieg in
Europa auf 4,2%. Vor allen Dingen durch den Ducato und den Doblò
Cargo ist auch weiterhin die Positionierung auf dem Markt für leichte
Nutzfahrzeuge sehr gut. Fiat Auto konnte hier seinen
Gesamtmarktanteil in Europa auf 12,5% und in Italien auf 48,8%
steigern. Außerhalb Europas verweisen wir auf den sofort
eingetretenen Erfolg des Stilo in Brasilien (wo das Modell zum
„besten Auto des Landes“ gewählt wurde) und des Siena in China. Beide
Modelle wurden Mitte September eingeführt.

Fiat Auto sieht in einer Reihe von wichtigen Markteinführungen die
Chance, die Verkäufe in den letzten Monaten nochmals zu unterstützen.
Dazu zählt der Fiat Stilo Station Wagon (Abdeckung des mittleren
Marktsegments), der Alfa 147 GTA (leistungsstärkster Pkw in seinem
Segment), und schließlich der neue 1.9 JTD 16V Motor, der im Alfa 147
und 156 angeboten wird. Dies ist der erste Motor weltweit, der die
Common Rail Multijet-Technologie nutzen wird, und der – wie
seinerzeit das „Common Rail-System“ – vom Fiat Forschungszentren
entwickelt wurde.

Der Rückgang der Verkaufszahlen und die geringere Amortisierung
der fixen Produktionskosten, die sich saisonal erklären lassen, haben
zu dem Betriebsverlust von 340 Millionen Euro beigetragen. Einfluss
auf das Ergebnis hatten auch die höheren Kosten aus der Verlängerung
der Garantiezeit auf zwei Jahre. Wir möchten allerdings auf den
schrittweisen Abbau der Verluste von Fiat Auto hinweisen, von -429
Millionen Euro im ersten Quartal auf -394 Millionen Euro im zweiten
Quartal. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der Maßnahmen zur
Verringerung der Struktur-, Prozess- und Produktkosten sowie der
Synergien aus der industriellen Allianz mit General Motors (die sich
auf 71 Millionen Euro in diesem Quartal und auf 248 Millionen Euro
seit Jahresbeginn beliefen).

Der Relaunch- und Umstrukturierungsplan

Um der ungünstigen Verkaufs- und Rentabilitätsentwicklung
entgegenzuwirken, setzt sich Fiat Auto seit Beginn des Jahres stark
ein für:

– eine unmittelbare Erneuerung der Produktpalette, um die Präsenz
des Unternehmens in neuen und rentabler Marktsegmente zu
ermöglichen.

– eine Verbesserung der Verkaufszahlen auf den europäischen
Märkten, um die Abhängigkeit vom italienischen Markt zu
verringern.

– eine Erhöhung der Verkaufsvolumina in rentableren
Vertriebskanälen.

Für Produktinnovationen sind Investitionen in Sachanlagen und in
Forschung und Entwicklung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr
von 2002 bis 2005 vorgesehen. Nach Beendigung der Produkterneuerung
sinkt das durchschnittliche Alter der Fiat Auto Modelle auf unter
vier Jahre. Die Plattformen zur Entwicklung von Bauteilen im Rahmen
der industriellen Allianz zwischen Fiat Auto und General Motors
werden ebenfalls deutlich zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. 2005
wird die Quote der gemeinsamen Bauteile in den neuen Modelle der zwei
Unternehmen auf 50% ansteigen. Die Zusammenarbeit mit General Motors
führt auch zu einer wesentlichen Rationalisierung beim Bau von
Motoren und Getrieben. Die Einführung einer neuen Motorengeneration
beginnt bereits im Jahre 2003.

Für die Erhöhung der Vertriebskapazitäten sind Investitionen in
Höhe von 150 Millionen Euro jährlich zwischen 2002 und 2005
vorgesehen, wodurch die Vertriebsnetze verstärkt, die direkten
Flottenverkäufe erhöht, die Marketingaktivitäten mit mehr
hochrangigen Fachleuten fokussiert und die Verkaufsprozesse bei den
Vertragshändlern und dem technischen Service erneuert werden sollen.

Im Oktober wurde auf der Kostenseite der Antrag auf Krisenstatus
für das Unternehmen Fiat Auto und für einige Werke von Comau und
Magneti Marelli gestellt, deren Tätigkeiten eng mit der Entwicklung
von Fiat Auto verbunden sind. Die Ausrufung des Krisenstatus wird wie
angekündigt zur Überstellung an die „Außerordentliche
Kurzarbeitentschädigungskasse bei „null Stunden“ (Cassa integrazione
guadagni straordinaria) für ein Jahr führen. Dies betrifft beginnend
ab Dezember 2002 rund 5.000 Beschäftigte von Fiat Auto und 600
Beschäftigte aus dem Bereich der Zulieferer. Weitere 2.000
Mitarbeiter werden ab Juli 2003 in außerordentliche Kurzarbeit
versetzt. Bei anderen Gruppengesellschaften wird die
Vorruhestandregelung genutzt, was insgesamt 500 Mitarbeiter betreffen
wird.

Die Wiederbeschäftigung der Arbeitnehmer, die in außerordentlicher
Kurzarbeit sind, wird schrittweise mit der Einführung der neuen
Produkte und nachdem eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Fiat
Auto und eine höhere Nachfrage zu einem Anstieg der Verkaufszahlen
führen werden.

Kapitalerhöhung von Fiat Auto S.p.A.

Der kumulierte Nettoverlust von Fiat Auto S.p.A. seit Beginn des
Jahres hat im Laufe des letzten Quartal ein Drittel des
Nettovermögens der Gesellschaft überstiegen. Fiat Auto Holdings B.V.,
Aktionär und Dachgesellschaft von Fiat Auto S.p.A., wurde sofort zur
Versammlung einberufen und hat dies im Sinne des Artikels 2446 des
italienischen Bürgerlichen Gesetzbuches zur Kenntnis genommen.

Um die erforderliche finanzielle Unterstützung für den Relaunch-
und Umstrukturierungsplan des Geschäftsfelds Auto sicherzustellen,
hat der Verwaltungsrat der Fiat Auto S.p.A. einer Kapitalerhöhung bis
zu 2,5 Milliarden Euro durch Fiat Auto Holdings B.V. überprüft und
zugestimmt. Diese Transaktion, die durch gruppeninterne
Finanzierungen durchgeführt wird, hat auf die konsolidierte
Gesamtfinanzposition der Gruppe keine Auswirkungen.

Andere Industrie- und Dienstleistungsbereiche

Die Entwicklung der anderen Industrie- und Dienstleistungsbereich
der Gruppe entsprach den prognostizierten schwierigen Bedingungen der
einzelnen Märkte. Der Gesamtumsatz dieses Geschäftsfelds lag bei über
7.300 Millionen Euro, das entspricht dem Umsatz aus dem dritten
Quartal 2001. Das Betriebsergebnis ist im wesentlichen unverändert
geblieben (Vorjahreszeitraum 155 Millionen Euro).

CNH Global

Der Markt für Landmaschinen wächst auch weiterhin in Nordamerika
(+1,9%) , in Europa (+3,5%) und in den Schwellenmärkten Südamerika
und Asien. Der Rückgang der Nachfrage für Baumaschinen hingegen ist
weder in Europa (-4,1%) noch in Nordamerika (-13%) zum Stillstand
gekommen. Im dritten Quartal 2002 lag der Umsatz von CNH bei 2.240
Millionen Dollar (Rechnungswährung dieses Geschäftsbereichs, was
2.244 Millionen Euro entspricht), gleichbedeutend mit einer
Steigerung von 4% gegenüber dem dritten Quartal 2001. Bei
unverändertem Umfang und gleichen Wechselkursen wäre der Umsatz von
CNH um 3% zurückgegangen. Die Verkaufszahlen für die Landmaschinen
sind gestiegen, die Zahlen für die Baumaschinen sind auch durch den
Beitrag von Kobelco Amerika und Europa gegenüber 2001 stabil
geblieben.

In diesem Quartal konnte CNH von den neuen Produkten profitieren,
die in den letzten Monaten auf den Markt präsentiert wurden, und die
positive Auswirkungen auf die Verkaufszahlen und die Rentabilität der
jüngsten Eingliederungen, die bereits genannten Bereiche von Kobelco
in Nordamerika und in Europa hinsichtlich Baumaschinen und die von
Shanghai Tractor in China im Bereich Landmaschinen, hatten.

Das Betriebsergebnis von CNH im dritten Quartal belief sich auf
minus 50 Millionen Dollar, dem gegenüber stehen -36 Millionen Dollar
aus Vorjahreszeitraum (das sind -59 bzw. -40 Millionen Euro). Das
ergab sich in erster Linie aus dem ungünstigen Produkt- und Marktmix
im Bereich Baumaschinen und aus den Positionen (von mehr als 23
Millionen Dollar) für Anpassung an die Rentenfonds in den Vereinigten
Staaten, die in diesem Jahr besonders hoch ausgefallen sind. Diesen
Faktoren stehen auf der positiven Seite deutliche
Produktionseinsparungen und Kostensenkungen, bessere Margen für
unsere Produkte und weitere Synergien aus der Integration von New
Holland und Case gegenüber (letztere beliefen sich auf mehr als 35
Millionen Dollar in diesem Quartal und auf mehr als 83 Millionen
Dollar seit Jahresbeginn).

CNH baut weiterhin die Nettoverschuldung ab, die gegenüber dem
Jahresbeginn um nahezu 50% reduziert wurde, was sich außer aus der
Kapitalerhöhung der letzten Monate um 1.500 Millionen Dollar auch aus
der Verringerung um fast 400 Millionen Dollar des Betriebskapitals im
dritten Quartal ergibt.

Iveco

Auch im dritten Quartal war der europäische Markt für
Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen insgesamt rückläufig (-6,5%). Diese
Verlangsamung betraf vor allen Dingen die schweren Fahrzeuge (-13,7%)
und die mittleren Fahrzeuge (-11%), stabil hingegen war der Markt der
leichten Fahrzeuge (-0,3%).

In diesem Quartal lag der Umsatz von Iveco bei 2.190 Millionen
Euro, das bedeutet einen Anstieg um 14,7% gegenüber demselben
Zeitraum 2001, wobei die Verkaufszahlen um 8,3% gestiegen sind. Das
Betriebsergebnis lag trotz eines ungünstigen Produktmixes und höherer
betrieblicher Kosten mit 27 Millionen Euro in den schwarzen Zahlen
(dem gegenüber stehen rund 40 Millionen Euro aus dem dritten Quartal
2001).

Durch den Anstieg der Verkaufszahlen trotz allgemein rückläufiger
Nachfrage in Europa war Iveco in der Lage, auch weiterhin Marktführer
im Bereich der mittleren Fahrzeuge (29,2% Marktanteil) zu bleiben,
die Position im Bereich der schweren Fahrzeuge (Dank des guten
Ergebnisses des neuen Stralis Steigerung um 12,5%) zu verbessern,
leicht rückläufig war hingegen der Bereich leichte Fahrzeuge (17%
Marktanteil). Insgesamt erreicht dieses Geschäftsfeld einen
Gesamtmarktanteil in Europa von 17,1% (17,5% waren es im dritten
Quartal 2001).

Die anderen Bereiche

Im Bereich Zulieferteile hatte die rückläufige Nachfrage der
Automobilhersteller Auswirkungen für Magneti Marelli, Teksid und
Comau. Während Magneti Marelli und Teksid sich gegenüber dem
Vergleichsquartal 2001 verbessern konnten, bekam Comau den
Rentabilitätsrückgang einiger Aufträge zu spüren.

FiatAvio hat im dritten Quartal die Erwartungen im
wirtschaftlichen und finanziellen Bereich übertroffen, obwohl die
Nachfrage nach konventionellen Motoren und Wartungsdienstleistungen
rückläufig war. Dies konnte allerdings durch die positive Entwicklung
der Regierungsprogramme ausgeglichen werden. Durch die andauernden
Effizienzverbesserungen ist die betriebliche Rentabilität dieses
Geschäftsfelds hoch und liegt über den Erwartungen.

Im Dienstleistungsbereich verzeichnet der Bereich
Lebensversicherungen von Toro Assicurazioni einen Rückgang. Die
Maßnahmen zur Kostensenkung und Portfoliobereinigung des
Haftpflichtbereiches haben zu einem positiven Betriebsergebnis
geführt. Die Erträge und die Rentabilität von Business Solutions
liegen bei gleich bleibendem Volumen auf Vorjahresniveau.

Ferrari hat nicht nur in der Formel I eine hervorragende
sportliche Leistung geboten, sondern auch eine ebenso gute
wirtschaftliche Leistung erreicht. Umsatz und Betriebsergebnis
konnten trotz höherer Kosten gesteigert werden. Die gestiegenen
Kosten resultierten aus der Markteinführung von Maserati in den
Vereinigten Staaten und dem Anstieg der Forschungs- und
Entwicklungskosten für neue Produkte.

Die Ergebnisse der ersten neun Monate des Jahres

Der konsolidierte Umsatz der Gruppe lag in den ersten neun Monaten
des Jahres bei 40.742 Millionen Euro. Der Rückgang um 5,4% gegenüber
den ersten neun Monaten 2001 resultiert aus dem rückläufigen Umsatz
von Fiat Auto (-12,3%). Der betriebliche Verlust der ersten neun
Monate des Jahres lag bei 765 Millionen Euro, dem gegenüber steht ein
Gewinn von 563 Millionen Euro im selben Zeitraum 2001. In diesen neun
Monaten konnte das allgemeine positive Ergebnis der anderen
Industrie- und Dienstleistungsbereiche (398 Millionen Euro) den
Verlust von Fiat Auto (-1.163 Millionen Euro) nur zum Teil
ausgleichen.

Das Nettoergebnis der Gruppe vor Anteile Dritter lag bei -976
Millionen Euro, im selben Zeitraum des Jahres 2001 lag der Gewinn bei
543 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung per 30. September 2002 lag
bei 5.844 Millionen Euro und weist eine Verbesserung von rund 190
Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn auf. In diesem
Zeitraum haben die Kapitalerhöhung von Fiat S.p.A. (mehr als 1
Milliarde Euro) und von CNH (Drittanteile in Höhe von ca. 200
Millionen Euro) und die Veräußerungen (mit einem positiven Saldo von
ca. 1,05 Milliarde Euro) die negative Entwicklung der
Wirtschaftszahlen und der Dividendenausschüttung mehr als
ausgeglichen.

Prognosen für das laufende Jahr

Wie auch andere große internationale Industriekonzerne ist die
Fiat Gruppe derzeit mit schwachen Märkten konfrontiert, die
angesichts der Unsicherheiten der Weltwirtschaft keine wesentlichen
Trendwende in den nächsten Monaten erwarten lassen.

Oberste Priorität der Gruppe hat die Umstrukturierung und der
Wiederaufschwung von Fiat Auto. Dazu ist ein umfangreicher
Maßnahmenkatalog ausgearbeitet worden, den das Unternehmen umsetzen
wird. Im vierten Quartal wird erwartet, dass Fiat Auto trotz
weiterhin schwieriger Lage die Verringerung der betrieblichen
Verluste vorantreiben kann.

Die Gruppe kann sich im übrigen auf andere Geschäftsbereiche
stützen, die gut im Markt positioniert sind und einen hohen Wert
haben. Zu diesen zählt CNH Global, für das ein gutes viertes Quartal
2002 erwartet wird, mit guten Leistungen im Bereich der Landmaschinen
und weiteren Synergieeffekten. Primär durch den Anstieg der
Marktanteile bei den mittleren und schweren Fahrzeugen wird auch der
Beitrag von Iveco positiv sein. Der Zulieferbereich hingegen wird
insgesamt unter dem Rückgang der Nachfrage einzelner
Automobilhersteller weltweit zu leiden haben. FiatAvio wird sich wie
in den vorangegangenen Quartalen 2002 entwickeln.

Berücksichtigt man auch die Risikofaktoren, die die letzten Monate
des Jahres beeinflussen könnten, ist eine Prognose für den
konsolidierten betrieblichen Verlust auf Gruppenebene zwischen 500
und 600 Millionen Euro gerechtfertigt.

Beim Nettoergebnis des Jahres müssen auch die Rücklagen für die
angekündigten Umstrukturierungspläne sowie – abhängig vom allgemeinen
wirtschaftlichen Rahmen – mögliche langfristige Wertverluste von
Sachanlagevermögen, ohne tatsächliche finanzielle Ausgaben,
berücksichtigt werden.

Die Gruppe bestätigt ihr Engagement, wie geplant die Verschuldung
bis zum Zeitpunkt der Bilanzverabschiedung des Geschäftsjahres zu
verringern, wie dies im Juli mit den finanzierenden Banken vereinbart
worden ist. In diesem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, dass
die Einnahmen aus der Transaktion Italenergia und durch verbindliche
Verträge hinsichtlich Assetabtretungen berücksichtigt werden, auch
wenn sie noch nicht tatsächlich erfolgt sind. Ein wichtiger Beitrag
kommt auch durch einen deutlich positiven Kassenbestand, der mit der
normalen saisonalen Entwicklung der Geschäftsfelder der Gruppe
übereinstimmt.

ots Originaltext: Fiat Automobil AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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Kontakt:
Fiat Automobil AG
Thomas Casper
Leiter Wirtschaftspresse
Tel.: (069) 669 88 – 381
Fax: (069) 669 88 – 907
Email: thomas.casper@fiat.com

Quelle: news aktuell GmbH

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