AUTO BILD-Report: BMW-Modelle Nummer eins beim Navi-Klau (FOTO)

AUTO BILD-Report: BMW-Modelle Nummer eins beim Navi-Klau (FOTO)

Quelle: obs/AUTO BILD

Hamburg (ots) –

Zwei Drittel der aufgebrochenen Autos in Großstädten sind BMW / Mangelhafte Sicherung mit nur sechs Standardschrauben / Gestohlene Navis zu leicht in andere Autos einbaubar

In Köln waren im Januar 2016 zwei Drittel aller aufgebrochenen Autos BMW. Auch bei AUTO BILD in Hamburg schlugen die Banden zu, brachen seit 2014 sechs BMW-Testwagen auf. Die Redaktion hat in der aktuellen Ausgabe 7/2016 (EVT: 19. Februar 2016) den Test gemacht: Wie schnell ist ein Navi gestohlen? In nur 1,36 Minuten gelang es Redakteur Claudius Maintz, das Navi auszubauen. Einziges Werkzeug: ein Akkuschrauber. „Das Navigationssystem von BMW ist mit sechs Standardschrauben nur mangelhaft gesichert, außerdem sind die Bauteile nicht mit anderen Teilen vernetzt – deshalb ist es bei Dieben so begehrt“, so AUTO BILD-Redakteur Maintz.

Thomas Benthien von B&S Car Audio aus Bad Oldesloe nennt eine weitere Schwachstelle, den viel zu einfachen Einbau von Ersatzgeräten: „Damit zum Beispiel ein gebrauchtes Audi-Navi auch in einem anderen Audi funktioniert, muss es ans Werkstattsystem angeschlossen werden.“ Genau das hat BMW erst 2015 nachgebessert. „Seit dem vergangenen Jahr wurden die Möglichkeiten der Manipulation nachhaltig erschwert. Offline-Nachrüstungen, also ohne das BMW-Werkstattsystem, sind bei diesen Fahrzeugen aktuell nicht mehr möglich“, so der Hersteller in einer Stellungnahme.

Die Behebung der massiven Aufbruchsschäden macht mittlerweile einen großen Anteil des Umsatzes von Werkstätten aus. Hinzu kommen die illegalen „Jobs“: Pro Navi soll ein Dieb, laut AUTO BILD, rund 100 Euro bekommen. Eine einträgliche Nachtschicht bringt so oft 1.000 bis 2.000 Euro. Die Bekämpfung der Navi-Beutezüge hat in Deutschland – trotz Schäden in Millionenhöhe -nicht die erforderliche Lobby, sagt Rüdiger Thust, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Köln: „Wo man hinschaut, herrscht so gut wie kein Interesse an dem Thema.“ Und: Versicherungen ersetzen häufig nur den Zeitwert. Viele Kunden kaufen deshalb Gebrauchtgeräte. Mit dem Risiko, ein geklautes, vielleicht sogar das eigene Navi zu erwerben. AUTO BILD-Redakteur Maintz: „Kriminelle Banden schaffen sich so ihre eigene Nachfrage. Ein Teufelskreis!“

Die Reportage „Rote Karte für BMW“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 7/2016 von AUTO BILD, die am 19. Februar 2016 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de

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Pressekontakt: Redaktion AUTO BILD Claudius Maintz Telefon: (040) 347 23663 E-Mail: claudius.maintz@autobild.de

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Quelle: news aktuell GmbH

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