Zukunft der Mobilität in Deutschland gefährdet? / Institut für Mobilitätsforschung (ifmo) stellt in Berlin Szenarien für Personen- und Güterverkehr von morgen vor

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München/Berlin (ots) – „Mobilität braucht Aktion“, das ist die
Kernaussage einer Szenariostudie zur Mobilität im Jahr 2025, die das
Institut für Mobilitätsforschung (ifmo) in Berlin heute vorstellt.
„Der Verkehr wird auch im Jahr 2025 fließen – aber die Weichen dafür
müssen heute gestellt werden“, so fasst Dr. Walter Hell, Leiter des
ifmo, die Botschaft der Studie zusammen und ergänzt: „Um mobil zu
bleiben, müssen wir in Zukunft mehr intelligente Techniken nutzen,
aber es kann sein, dass wir auch mehr für Mobilität bezahlen müssen.“
80 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft haben in über 20
mehrtägigen Expertenworkshops Szenarien erarbeitet, die den Personen-
und Güterverkehr in der Zukunft beschreiben. Dabei haben sie die
wesentlichen Entwicklungen berücksichtigt, die sich auf den Gebieten
der Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ergeben können. Die
Experten haben die Szenarien realitätsnah entwickelt. Es sind keine
modellhaften Wunschwelten, sondern Beschreibungen, wie Mobilität im
Jahr 2025 aussehen könnte. Grundstein für die Szenarien zum
Personenverkehr ist eine Studie aus dem Jahr 2002, wobei der
Güterverkehr erstmalig mit Berücksichtigung fand. Große
Herausforderungen für zukünftige Mobilität Die Herausforderungen für
die Mobilität bis zum Jahr 2025 sind erheblich. So rechnen die
Wissenschaftler mit einem starken Wachstum im Güterverkehr von bis zu
80 Prozent. Vor dem Hintergrund tendenziell schwindender
öffentlicher Mittel für die Verkehrsinfrastruktur erscheint aus
heutiger Sicht nicht nur ein bedarfsgerechter Ausbau, sondern schon
der Erhalt der vorhandenen Infrastruktur als große Herausforderung.
Hinzu kommt, dass die Experten von einem eher moderaten
Wirtschaftswachstum bei steigenden Energiepreisen in den Szenarien
ausgehen.

Das Szenario „Mobilität braucht Aktion“ zeigt, dass und wie die
Gesellschaft mobil bleiben kann. Um Mobilität von einer Qualität,
wie wir sie heute gewohnt sind, auch im Jahre 2025 noch sicherstellen
zu können, ist es notwendig, Veränderungen zu realisieren und neue
Wege zu beschreiten. Hierzu gehört beispielsweise eine Überführung
von Teilen der Straßeninfrastruktur an private Betreiberunternehmen,
um die öffentliche Hand zu entlasten. In diesem Zusammenhang erhobene
Gebühren, werden zwar überwiegend in die Instandhaltung und den
gezielten Ausbau der Straßeninfrastruktur zurückfließen, faktisch
bedeuten sie jedoch eine zusätzliche finanzielle Belastung der
Verkehrsteilnehmer. Auch eine bessere Nutzung der vorhandenen
Infrastruktur durch Vernetzung und intelligente Technologien zur
Verkehrssteuerung ist für dieses Szenario wichtige Voraussetzung. So
bieten intelligente Verkehrsmanagementsysteme Potenziale, die
vorhandene Infrastruktur gezielter zu nutzen.

Schiene, öffentlicher Nahverkehr, Seeschiff- und Luftfrachtverkehr
Der Wettbewerb auf der Schiene und beim ÖPNV wird zunehmen.
Eisenbahngesellschaften in Europa weiten das Angebot an
internationalen Verbindungen aus. Stärker differenzierte Tarife
sorgen für eine gleichmäßigere Auslastung der Züge. Zusätzlich
bieten Fernbuslinien viele neue Reisemöglichkeiten und auch der
Luftverkehr gewinnt weiter an Attraktivität. Das steigende
Welthandelsvolumen führt zu hohen Wachstumsraten im Seeschiff- und im
Luftfrachtverkehr. Die Warenströme von und nach Deutschland erfordern
einen Ausbau von Containerhäfen und Drehkreuzflughäfen, andernfalls
werden Mobilitätsengpässe zum Hemmschuh der wirtschaftlichen
Entwicklung in Deutschland.

ifmo – ein Institut für die Mobilität von morgen

Das Institut für Mobilitätsforschung (ifmo) ist eine
Forschungseinrichtung der BMW Group. Partner des Szenarioprojektes
sind die Deutsche Bahn , die Deutsche Lufthansa und MAN . Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Szenarioprojekt
gefördert.

Mehr Informationen zu ifmo und die Szenariostudie zum
Herunterladen unter: www.ifmo.de

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Daniel Kammerer, Technologiekommunikation / AK-21, Leiter Referat
CleanEnergy / Mobilität
Telefon: +49-89-382-25506, Fax: +49-89-382-23927

Michael Blabst, Leiter Technologiekommunikation / AK-21
Telefon: +49-89-382-24697, Fax: +49-89-382-23927
Internet: www.press.bmwgroup.com

Quelle: news aktuell GmbH

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