Von der Natur lernen: BMW im Deutschen Pavillon auf der EXPO 2005 in Japan / Das Motto der Weltausstellung: „Nature’s Wisdom“ – Natürliche Lösungsmodelle als Vorbilder für technische Innovationen

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München/Aichi (ots) – An der diesjährigen Weltausstellung im
japanischen Aichi widmen sich rund 120 Länder und Organisationen ganz
dem Thema Natur und den damit verbundenen Chancen für technische
Entwicklungen. Die EXPO, die vom 25. März bis zum 25. September 2005
ihre Tore offen hält, animiert mit modernen Denkansätzen, natürliche
Prinzipien zu verstehen, sie zu integrieren und die harmonische
Koexistenz von Natur und Technik zu fördern.

Eine Reise durch „Bionis“.

Das Thema Bionik begleitet den Besucher auf seinem Weg durch den
Deutschen Pavillon. Die Bionik, ein Kunstwort, das sich aus
„Biologie“ und „Technik“ zusammensetzt, macht sich die „Weisheit der
Natur“ zu Nutzen, um mit der Abstraktion natürlicher Formen und den
dahinter verborgenen Wirkungsweisen, technisch interessante
Lösungskonzepte zu entwickeln.

BMW präsentiert als einziger Automobilhersteller im Deutschen
Pavillon aktuelle, von der Bionik inspirierte Forschung. Anhand von
interaktiven Exponaten erleben die Besucher hautnah, wo und wie
Prinzipien der Natur Denkanstöße für Lösungen in der
Fahrzeugtechnologie lieferten und weiterhin liefern können.

„Im Laufe der Evolution konnten Pflanzen und Tiere kontinuierlich
ihre Lebensweise der jeweiligen Umgebung anpassen und so optimale
Lösungen in ihrem Umgang mit der Natur hervorbringen. Viele sind
aktuellen technischen Lösungen überlegen, da sie mit ungleich weniger
Material und Energie höhere Wirkungsgrade erreichen. Jedoch ist es
meist nicht die rein analoge Anwendung natürlicher Prinzipien, die
die besten Lösungsvorschläge für technische Probleme hervorbringt –
vielmehr sind es deren optimierte Adaption auf technische
Herausforderungen. BMW bieten sich in diesem Bereich der Forschung
Chancen; etwa um den Verbrauch, die Sicherheit und die Dynamik
unserer Fahrzeuge weiter zu optimieren“, unterstreicht Prof. Burkhard
Göschel, Mitglied des Vorstandes der BMW AG.

Einen anschaulichen Zugang, wie die innovative Anwendung eines
natürlichen Prinzips in der Praxis aussieht, ermöglicht neben anderen
Exponaten ein in Aichi ausgestellter Querschnitt eines Cockpits des
neuen 3er BMW: Bei der Auswahl des Materials für die
Instrumententafel, auch Armaturenbrett genannt, stand Leichtbau im
Vordergrund. So musste der Werkstoff gleichzeitig energieabsorbierend
und ergonomisch sein. Die Ingenieure des Landshuter Innovations- und
Technologiezentrums (LITZ) der BMW Group nutzten die Natur als
Vorbild und entwickelten eine völlig neue Verfahrenstechnik, das so
genannte Spritzguss-Integralschäumen (SGI). Dabei werden der
Kunststoffschmelze Treibmittel zugesetzt, die bei Hitze Gas
freisetzen – ähnlich wie das Backpulver im Kuchen. Wenn die
Werkzeugform gefüllt und die Oberflächen des Bauteils erstarrt sind,
wird die Form um einen exakt definierten Hub geöffnet. Der Effekt:
Der Druck im noch flüssigen Inneren des Bauteils fällt und das Gas
kann die Kunststoffschmelze aufschäumen. Das Ergebnis: 20 Prozent
weniger Gewicht.

Die Leichtbau-Spezialisten orientierten sich bei der
Verfahrensentwicklung an der Knochenstruktur von Säugetieren. Der
Clou der Natur ist es, tragendes, massives Material hauptsächlich nur
an hochbelasteten Stellen einzusetzen. In den übrigen Bereichen hält
eine mit weniger Material durchsetzte Struktur den Belastungen
spielend stand. Das Ergebnis: Effiziente Strukturen mit minimalem
Werkstoffeinsatz.

Weitere Exponate, wie etwa das BMW Rekordfahrzeug H2R, betrieben
mit einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor, illustrieren den aktuellen
Forschungsstand technischer Innovationen. Auch hier stand die Natur
Modell.

Informationen und Fotoaufnahmen hierzu: www.press.bmw.de

Pressekontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Michaela Müller, AK-21, Technologiekommunikation, Forschung und
Innovation
Telefon: (+49 89) 382 25358, Fax: (+49 89) 382 23927

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Quelle: news aktuell GmbH

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