Die Smart Factory, die Fabrik der Zukunft, bei Audi: Fahrzeugteile aus dem 3 D-Drucker – wie viel geht jetzt schon und was kommt noch?

Quelle: ots.Audio

Ingolstadt (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Im Moment sind es noch überwiegend Spielereien wie kleine Figuren, Würfel oder dergleichen, die da aus den meisten 3-D-Druckern kommen. Dennoch ein Stück Science Fiction ist mit dem 3 D – Druck sicher bereits Realität geworden. Noch ist allerdings nur zu erahnen, welche Potentiale der 3D-Druck in sich birgt, und zwar für die verschiedensten Werkstoffe wie Kunststoff oder Metall etwa. Für den medizinischen Bedarf zum Beispiel könnten maßgefertigte Einzelteile wie künstliche Gelenke oder Prothesen entstehen. Aber auch im Automobilbau wird der Einsatz von 3D-Druckern bereits kräftig getestet und erforscht. Der Automobilhersteller Audi beispielsweise setzt beim Prototypenbau bereits vielfach auf Teile aus dem 3D-Drucker, sowohl im Bereich Kunststoff aber im Besonderen auch bei Metall:

O-Ton 1 (Joachim Eipl-Prestel): „Hier haben wir zum Beispiel eine Fügegruppe, die konventionell aus vielen Blechen hergestellt wird – diese Fügegruppe wird geklebt, geclincht, geschweißt, sie wird Laser-geschweißt. Diese Fügegruppe haben wir hier mittels metallischem 3D-Druck ganz ohne zusätzliche Fügeoperation ausgedruckt.“

Sprecher: Dabei ist der Begriff 3D-Druck eigentlich ein wenig irreführend, so Joachim Eipl-Prestel, Leiter der Maschinentechnik im Audi-Werkzeugbau. Das Ganze ist eher eine Art Schweißprozess, wie er sagt. Das Material wird dabei in Pulverform angeliefert, den Rest besorgt der Laser, der in einem Metallgehäuse in der Größe einer Seilbahn-Gondel seine Arbeit verrichtet:

O-Ton 2 (Joachim Eipl-Prestel): „Im Prinzip wird ein CAD-Modell in tausende von Schichten geschnitten, und Schicht für Schicht wird aufgebaut. Das heißt, dieses Pulver wird aufgetragen, das ist ein reines Metallpulver, und Schicht für Schicht wird umgeschmolzen.“

Sprecher: : So entsteht im sogenannten Laserschmelzverfahren ein dreidimensionales Bauteil. Die Fertigstellung kann bei den derzeitigen Verfahren allerdings je nach Größe des Bauteils durchaus mehrere Stunden wenn nicht Tage dauern. Dennoch eröffnet der 3D-Druck speziell im Metallbereich völlig neue Möglichkeiten, wie Eipl-Prestel betont. Die Präzision bei diesem Verfahren ist schon heute mehr als beeindruckend:

O-Ton 3 (Joachim Eipl-Prestel): „Sie können Geometrien herstellen, die Sie mit herkömmlichen Verfahren so nicht herstellen können. Beispielsweise hier bei einem solchen Warmumformsegment sehen Sie Kühlbohrungen, die praktisch um die Ecke gehen. So etwas können Sie mit einem Bohrer nicht herstellen.“

Sprecher: Bis jedoch metallische Bauteile etwa für Anwendungen im Fahrzeug- oder Werkzeugbau wirtschaftlich hergestellt werden können, dauert es wohl noch einige Jahre, so der Experte. Eine Menge Forschungs- und Entwicklungs-Arbeit muss dafür noch geleistet werden, denn:

O-Ton 4 (Joachim Eipl-Prestel): „Der Prozess muss schneller ablaufen, die Qualität für Anwendungsfälle für Außenbauteile, beispielsweise einem Türgriff, muss einfach besser werden, und die Qualität muss beherrschbar sein.“

Sprecher: Sollten Metalldrucker also künftig größer, günstiger und noch leichter bedienbar werden, dann könnten Sie in der Smart Factory, der Automobilfabrik der Zukunft, zu einer tragenden Säule in der gesamten Prozesskette werden.

Abmoderationsvorschlag: Weitere Informationen zum Thema Industrie 4.0 bei Audi bzw. zur Smart Factory, der Fabrik der Zukunft, bekommen Sie bei Dialoge online – dem Themenportal der Audi Kommunikation unter: www.audi-dialoge.de

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt: Audi AG Kathrin Feigl kathrin.feigl@audi.de

Quelle: news aktuell GmbH

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